|
|
Der Name Philip Morris steht seit 160 Jahren für Tabakprodukte, die heute auf der ganzen Welt geraucht werden. Damit steht er auch für eine sehr erfolgreiche Marken- und Kommunikationspolitik. Einer von vielen Gründen, weshalb sich Dominik Elsesser für ein Praktikum im Brand Marketing des Unternehmens bewarb. Inzwischen arbeitet der 28-Jährige als Marketing-Trainee bei dem Tabakwarenhersteller. Philip Morris GmbH Faszination Werbung: Werbung hat mich schon immer fasziniert, weshalb ich nach der Schule zunächst eine Ausbildung zum Werbekaufmann absolvierte. Danach wollte ich dann mein erworbenes Wissen durch ein Studium vertiefen. Da mir vor allem die Verknüpfung von Theorie und Praxis am Herzen lag, sollte es eine Fachhochschule sein. Meine Wahl fiel schließlich auf die Fachhochschule Mainz, wo ich mich für BWL mit dem Schwerpunkt Kommunikationsmanagement einschrieb — ein Studiengang, der meinen Vorstellungen am ehesten entsprach.
Da mir die Aufgabenbeschreibung gut gefiel, schickte ich noch am selben Tag meine Bewerbung ab. Kurz darauf erhielt ich einen Anruf von Philip Morris. Man stellte mir einige Fragen zu meiner Ausbildung und lud mich zu einem Vorstellungsgespräch ein, das bereits drei Tage später in der Münchner Hauptverwaltung stattfinden sollte. Dort wurde ich von zwei Mitarbeitern der Marken-Gruppe, die das Praktikum ausgeschrieben hatte, und einer Betreuerin aus der Personalabteilung in Empfang genommen. Das anschließende Interview fand in einer lockeren, aber dennoch professionellen Atmosphäre statt. Ich muss bei meinen Gesprächspartnern wohl einen recht guten Eindruck hinterlassen haben, denn es dauerte nur einen Tag, bis ich die Zusage für das Praktikum erhielt. Im Juli 2006 ging es dann los. Nach einem kurzen Rundgang durch das Haus wurde ich dem Marketing-Team vorgestellt, bei dem ich in den nächsten sechs Monaten arbeiten würde. Da ich die Teamleitung und einige Mitarbeiter bereits beim Vorstellungsgespräch kennen gelernt hatte, fiel die Begrüßung ausgesprochen herzlich aus. Die ersten Tage verbrachte ich nicht nur damit, mich mit meinem Arbeitsumfeld vertraut zu machen, ich erfuhr auch gleich einiges über den deutschen und österreichischen Tabakmarkt. Letzterer wird ebenfalls von der Zentrale in München aus betreut. Österreich sollte auch Schauplatz einiger Projekte werden, bei denen ich mitarbeitete. Nach dieser kurzen Einarbeitungsphase begann auch bereits die Projektarbeit. Denn zur Unternehmensphilosophie von Philip Morris gehört es, die Praktikanten möglichst früh mit Aufgaben zu betrauen, die dann von Anfang bis Ende eigenverantwortlich durchzuführen sind. Wer hier arbeitet, sollte sich also nicht — auch wenn einen Teamleitung und Kollegen während des gesamten Praktikums nach Kräften unterstützen — vor selbständigem Arbeiten fürchten. Nicht nur, dass ich eigenverantwortlich arbeiten konnte, die Projekte erwiesen sich auch als äußerst vielseitig und anspruchsvoll. Als Erstes sollte ich eine komplette Verkaufsrunde auf dem österreichischen Markt einschließlich der POS-Promotion mitorganisieren. Bei einer Verkaufsrunde — auch Sales Cycle genannt — wird der Handel vom Hersteller durch verkaufsfördernde Maßnahmen gezielt unterstützt. Dabei kommen meist jene Werbematerialien zum Einsatz, die im jeweiligen Land, in diesem Fall also Österreich, verfügbar und zulässig sind. Zunächst musste die Arbeit der Werbe- und der Promotion-Agentur aufeinander abgestimmt und anschließend mit unserem Marketing-Einkauf koordiniert werden. Nach diesem Briefing entwickelten wir zusammen mit den Agenturen neue Werbemotive, die in einem längeren, kreativen Entstehungsprozess immer wieder überarbeitet wurden, bis wir schließlich mit dem Ergebnis zufrieden waren. Bei der anschließenden Planung der verschiedenen Promotion-Aktionen kam es vor allem auf eine reibungslose Logistik und eine effiziente Verteilung der Werbemittel an. Außerdem mussten die Mitarbeiter der Promotion-Agenturen, die später an den Points of Sale zum Einsatz kommen sollten, geschult und instruiert werden. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen solcher Aktionen. Während der gesamten Planungsphase standen wir immer in engem Kontakt mit den Kollegen vom Vertrieb, die wir über den aktuellen Stand der Dinge auf dem Laufenden hielten und mit denen wir alle Aktionen einschließlich der Terminpläne abstimmten. Die Zusammenarbeit zwischen Vertrieb und Marketing klappte übrigens stets reibungslos. Für alle Beteiligten hatte der gelungene Marken-Auftritt oberste Priorität. Als die Verkaufsrunde schließlich anlief, hatte ich Gelegenheit, einen Kollegen bei seiner zweitägigen Rundreise durch die größten österreichischen Städte zu begleiten. Es war nicht nur ein interessantes, sondern auch sehr befriedigendes Erlebnis, die Ergebnisse wochenlanger Arbeit vor Ort in Augenschein nehmen zu können. Der österreichische Tabakmarkt war jedoch nicht mein einziges Betätigungsfeld. Ich arbeitete auch an einem Projekt für den deutschen Markt mit, bei dem es um die Einführung eines neuen Feinschnittprodukts der Marke "Next" ging. Meine Aufgabe bestand darin, die Umsetzung der verschiedenen Werbemaßnahmen zu begleiten, also die Materialbedarfsplanung zu koordinieren, den Wareneingang und die Warenverteilung zu überwachen und außerdem dafür zu sorgen, dass insgesamt alles "rund lief". Durch das Praktikum hatte ich so viel Lust auf Brand Marketing bekommen, dass ich mich gleich nach dem Studium für eine Trainee-Stelle bei Philip Morris bewarb. Nachdem ich das Auswahlverfahren erfolgreich durchlaufen habe, bin ich seit kurzem einer von zwei Marketing-Trainees und arbeite unter anderem für die Kernmarke Marlboro — eine der bekanntesten und erfolgreichsten Marken überhaupt. Man könnte also sagen, dass ich es vom Praktikanten zum neuen "Marlboro-Mann" gebracht habe.
|
||||
|