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Die zum Otto-Konzern gehörende Witt-Gruppe zählt zu Europas führenden Spezialversendern. Dass man hier nicht nur im Einkauf und Vertrieb Karriere machen kann, zeigt das Beispiel von Susan Risse, die zunächst ein Praktikum im Personalmanagement des Unternehmens absolvierte. Heute ist die 28-Jährige Referentin für operatives und strategisches Personalmarketing. Witt-Gruppe Praktikum, Diplomarbeit,
Job: Montagmorgen im Büro. Eine Messeagentur ruft an. Es geht um unseren Auftritt bei der kommenden Karrieremesse. Nach dem Telefonat checke ich kurz die eingegangenen E-Mails. Dann steht das Meeting mit der Kommunikationsabteilung an. Wir entwerfen eine Strategie, wie wir uns Studenten und Absolventen künftig als Arbeitgeber präsentieren wollen. Der Nachmittag ist für eine Analyse unserer Karriere-Website und ein weiteres Meeting verplant, diesmal mit anderen Versandtöchtern der Otto Group. Wir wollen Erfahrungen austauschen. Zwischen all den Terminen bin ich immer wieder am Telefon, um Stellenanzeigen zu schalten, Auskünfte zu erteilen und unsere Hochschulkontakte zu pflegen.
Die Witt-Gruppe blickt auf eine fast 100-jährige Tradition als Spezialversender im Textilhandel zurück. Durch die Bündelung der Kernkompetenzen — wichtigste Zielgruppe sind die über 50-Jährigen —, den Aufbau einer Mehrmarken-Strategie und die Expansion in ausländische Märkte ist das Unternehmen zu einem der führenden europäischen Versandhäuser aufgestiegen. Tradition und moderne betriebswirtschaftliche Konzepte schließen sich dabei nicht aus. So zeichnet sich die Witt-Gruppe durch eine besonders innovative Versandhandelslogistik und ein zukunftsweisendes Multi-Channel-Konzept aus. Dank der Zugehörigkeit zur Otto Group, dem größten Versandhandelskonzern der Welt, gibt es in vielen Bereichen Synergien, von denen man auch als Mitarbeiter profitiert. Den ersten Kontakt zur Witt-Gruppe hatte ich während meines BWL-Studiums in Leipzig. Durch die Mitarbeit bei der Studenteninitiative MTP (Marketing zwischen Theorie und Praxis) ergab sich immer wieder die Gelegenheit, an Workshops teilzunehmen. Einer wurde von der Witt-Gruppe veranstaltet und befasste sich mit nachhaltigem Personalmarketing. So bekam ich nicht nur erste Einblicke in diesen Tätigkeitsbereich, sondern lernte auch das Unternehmen näher kennen. Damit war auch mein Interesse am Versandhandel geweckt. Während einer Hochschulmesse in Leipzig unterhielt ich mich dann mit Personalern des Unternehmens, weitere Informationen holte ich im Internet ein. Besonders gut gefiel mir, dass man den Mitarbeitern offenbar sehr viel Aufmerksamkeit und Bedeutung beimaß. Ich entschloss mich, es zunächst mit einem Praktikum in der Personalabteilung des Unternehmens zu versuchen. Auf diese Weise wollte ich herausfinden, wo meine spezifischen Interessen und Fähigkeiten lagen und wie ich sie am besten einsetzen konnte. Nachdem die Bewerbung geklappt hatte, ging es für fünf Monate nach Weiden in die Oberpfalz, wo sich die Unternehmenszentrale der Witt-Gruppe befindet. Schon der Start ins Praktikum gefiel mir: Ich wurde gleich in alle wichtigen Aufgaben des externen Personalmarketings eingebunden. Doch damit nicht genug. Neben der operativen Arbeit im Ausbildungs- und Hochschulmarketing arbeitete ich auch noch bei den meisten Planungs- und Analyseprozessen mit. Auch wenn ich nur eine Praktikantin war, erwartete man selbständiges und eigenverantwortliches Arbeiten von mir. Auf diese Weise sollte ich meinen Teil zum Unternehmenserfolg beitragen. Ein eigenes kleines Projekt gab mir zusätzlich die Chance zu zeigen, was in mir steckt. Ich sollte unsere Karriere-Website in puncto Nutzerverhalten unter die Lupe nehmen und Verbesserungsvorschläge erarbeiten. Da ich so etwas noch nie gemacht hatte, ging ich das Ganze streng wissenschaftlich an und arbeitete mich erst einmal in die theoretischen Grundlagen solcher Analysen ein. Immerhin verfügte ich dank meines Studiums über einige Vorkenntnisse. Bei den anschließenden Recherchen kamen mir dann die flachen Hierarchien und das offene Arbeitsklima in der Witt-Gruppe zugute, was die Informationssuche überraschend einfach machte. Was mich zusätzlich motivierte war die Tatsache, dass meine Erkenntnisse anschließend umgesetzt werden sollten — was dann auch prompt geschah. Um den Versandhandel und das Zusammenspiel der verschiedenen Abteilungen besser zu verstehen, ließ man mich auch in andere strategische Unternehmensbereiche hineinschnuppern. Auf diese Weise gewann ich nicht nur einen sehr guten Überblick über die Geschäftstätigkeit der gesamten Witt-Gruppe. Ich konnte mir als Praktikantin auch bereits ein kleines Netzwerk im Unternehmen aufbauen. Was lag also näher, als auch eine praktische Diplomarbeit hier zu schreiben? Das Thema — „Chancen und Risiken eines Leitbildes für das Personalmarketing" — hatte sich bereits im Laufe meines Praktikums herauskristallisiert. Die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen im Rahmen der Diplomarbeit klappte dann auch bestens. Meine persönlichen Ansprechpartner unterstützten mich alle nach Kräften. Noch während ich an der Diplomarbeit schrieb, erhielt ich das Angebot, als Referentin für Personalmarketing bei der Witt-Gruppe einzusteigen. Ich musste nicht lange überlegen, wusste ich doch dank Praktikum und Diplomarbeit genau, was mich hier erwartete. Neben dem Tätigkeitsbereich, der mir viel Spaß machte, war auch das angenehme Arbeitsklima ausschlaggebend, das sich durch eine, wie ich finde, seltene Mischung aus Kompetenz und Kollegialität auszeichnet. Bereits als Praktikantin fühlte ich mich hier gut aufgehoben — daran hat sich bis heute nichts geändert. In unserem kleinen Personalmarketing-Team bin ich heute für das operative und strategische Personalmarketing zuständig. So fallen in meinen Verantwortungsbereich unter anderem die Budgetüberwachung und die Ressourcenplanung. Dabei geschieht es immer wieder, dass ich — etwa wenn es um die Neugestaltung unserer Karriere-Website geht — auf „Hinterlassenschaften" meiner eigenen Praktikanten-Tätigkeit stoße. Wer hätte gedacht, dass sie mich so lange begleiten würden?
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