Deloitte ist eines der führenden WP- und Consulting-Unternehmen, dessen Berater auf der ganzen Welt im Einsatz sind. Wer in diesem internationalen Umfeld arbeitet, lernt viel und vor allem schnell. Eine Erfahrung, die auch Christian Mader gemacht hat. Der 29-Jährige ist vor zwei Jahren als Strategieberater in das Unternehmen eingestiegen.

Deloitte Consulting

Karriere-Start
in Strategic Finance

Als ich gegen Ende meines BWL-Studiums anfing, mir Gedanken über meinen Berufseinstieg zu machen, wurde mir schnell klar, dass mich der Beruf des Unternehmensberaters am meisten reizte. Viele mag das ständige Reisen und das lange Arbeiten abschrecken, mir waren jedoch andere Dinge wichtig: internationale Projekte, rasche persönliche Entwicklung, stets neue Herausforderungen, wechselnde Projektteams und vor allem die Aussicht, in kurzer Zeit unterschiedliche Kunden und Branchen kennen lernen zu können.

In den Bewerbungsgesprächen, die ich mit insgesamt fünf Beratungsunternehmen führte, stieß ich dann auf sehr unterschiedliche Unternehmenskulturen. An Deloitte Consulting gefiel mir vor allem die Mischung aus Professionalität und freundlichen Mitarbeitern. Selbst bei einem Fachgespräch kam der Spaß nicht zu kurz. Als mir dann ein Vertrag angeboten wurde, konnte ich es kaum erwarten, im „Strategic Finance & Controlling — CFO Services" in Frankfurt anzufangen.

Vor meinem Einstieg bei Deloitte konnte ich mir nur schwer vorstellen, dass ich in Kürze globale Unternehmen beraten und deren Finanzprozesse und -systeme analysieren würde. Zwar hatte ich an der Universität Regensburg eine gute Ausbildung genossen. Doch ich war mir nicht sicher, ob meine umfassenden, letztlich jedoch nur theoretischen Kenntnisse zu Finanzdienstleistungen und Financial Accounting überhaupt praxistauglich waren und ob für die Firmen nicht vielleicht völlig andere Dinge zählten.

Als ich mich im Januar 2006 zu den „Welcome Days" aufmachte, die alle neuen Mitarbeiter von Deloitte Consulting erwarten, hatte ich deshalb ein etwas mulmiges Gefühl. Innerhalb von drei Tagen erfährt man dort alles Wichtige über das Unternehmen und die ersten Wochen im Job. Kaum waren die „Willkommenstage" vorbei, rief mich ein Senior Manager an. Er würde mich am nächsten Tag bei einem seiner Projekte erwarten.

Gleich dieses erste Projekt, bei dem es um Wirtschaftskriminalität ging, zeigte mir, dass Deloitte Consulting ein global vernetztes Unternehmen ist, bei dem grenzüberschreitende Projekte und multinationale Projektteams an der Tagesordnung sind. Die Mitglieder unseres Teams kamen aus einem Dutzend Länder und von allen fünf Kontinenten.

Ich profitierte nicht nur vom beträchtlichen Erfahrungsschatz der ausländischen Kollegen, sondern konnte auch gleich noch meine bereits recht guten Englischkenntnisse verfeinern. Schneller als gedacht übernahm ich Verantwortung für kleinere Teilprojekte, sodass ich einen festen Platz im Team fand. Und wie sich schnell herausstellte, war meine anfängliche Sorge, meine bisherigen Kenntnisse könnten sich in der Praxis als unbrauchbar erweisen, unbegründet.

Nach fünf Monaten, die wie im Flug vergingen, wartete bereits die nächste Herausforderung auf mich. Vorher stand jedoch noch eine Fortbildung im „Finance Bootcamp" in Spanien auf dem Programm. Zusammen mit jungen Kollegen aus halb Europa wurde ich dort von erfahrenen Trainern auf die anstehenden Finance-Aufgaben vorbereitet.

Das Bootcamp hatte außerdem den Zweck, Projekterfahrungen auszutauschen und ein länderübergreifendes Netzwerk aufzubauen. Obwohl die Tage ganz im Zeichen von Trainings, Präsentationen und Case Studies standen, ergaben sich doch immer wieder Gelegenheiten für einen Ausflug zum Meer oder einen gemeinsamen Grill-Abend. Bestens vorbereitet und gut erholt startete ich in mein zweites Projekt.

Diesmal ging es darum, für einen weltweit operierenden deutschen Konzern eine IT-Plattform zu entwickeln, auf der sich das Accounting und Reporting der Ländergesellschaften sinnvoll bündeln ließ. Dazu gehörte sowohl die Beratung und Anleitung der Software-Entwickler als auch die Auswertung bereits vorhandener Applikationen. Als Bindeglied zwischen der Zentrale und den Anwendern in den verschiedenen Ländern sorgten wir dafür, dass die Software so anwenderfreundlich wie möglich ausfiel.

In unserem Team übernahm ich die Rolle des Ansprechpartners bei bestimmten Fragen zur Konsolidierung. Durch den ständigen Kontakt mit den Mitarbeitern des Klienten gewann ich Einblicke in das Konsolidierungssystem des Konzerns. Außerdem sammelte ich wichtige Erfahrungen im Umgang mit Kunden und wie man gemeinsam erarbeitete Lösungen umsetzt.

Wissenschaftliche Studien sind eine wichtige Ergänzung zur Projektarbeit. Deshalb bekam ich nach dem zweiten Projekt Gelegenheit, an einer Studie zum Thema „Performance Management" mitzuwirken, die in einer führenden Management-Zeitschrift veröffentlicht werden sollte. Zwei Monate lang beschäftigte ich mich mit Kapitalkosten und Fragen der Unternehmensbewertung, was mich am Ende zu einem wahren Experten auf diesem Gebiet machte.

Anschließend ging es dann nach Südafrika, um für eines der größten Unternehmen des Landes eine „Finance Transformation" durchzuführen. Da auch hier wieder Konsolidierung im Mittelpunkt stand, war ich diesmal nicht nur auf mein theoretisches Wissen angewiesen, sondern konnte erstmals auf bereits gewonnene Erfahrungen zurückgreifen, was den Einstieg in das Projekt enorm erleichterte. Bei der Entwicklung der Software konnte ich dann einige nützliche Hinweise geben.

Einmal in einem völlig anderen Kulturkreis zu arbeiten, war eine wichtige Erfahrung. Zugegeben: Es dauerte eine Weile, bis ich mich an die lockere Mentalität der Südafrikaner und die Stromausfälle, die immer wieder vorkamen, gewöhnt hatte. Doch letztlich haben beide Seiten eine Menge voneinander gelernt. Und natürlich machte es auch großen Spaß, ein halbes Jahr in einem Land zu leben, in dem fast immer die Sonne scheint und wo es einzigartige Tierarten und Naturschönheiten zu bewundern gibt.

Nach zwei Jahren bei Deloitte Consulting bin ich selbst verblüfft, welches Wissen ich mir inzwischen aneignen konnte. Es dürfte nur wenige Berufe mit solch steiler Lernkurve geben. Mit einigem Abstand zur Uni-Ausbildung ist mir heute klar, dass sie eine wichtige Voraussetzung für den Beraterberuf ist. Ohne sie würde meiner Arbeit das nötige Fundament fehlen.

 

Deloitte

Deutscher Hauptsitz: Düsseldorf: Das Unternehmen beschäftigt weltweit 150.000 Mitarbeiter, in Deutschland sind es 4.000.

Gesucht: Wirtschaftswissenschaftler, Wirtschaftsinformatiker und Wirtschaftsingenieure. Einstieg per Training-on-the-job.

Kontakt: Manja Seidel, Telefon 069/97137-378. Weitere Informationen unter www.deloitte.com/de

 

(aus WISU 4/08)