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Wenn man die Doppelbelastung von Studium und Arbeit nicht scheut, ist eine Tätigkeit als Werkstudent eine interessante Alternative zum Praktikum, vor allem weil sie später oft in einen festen Job mündet. Bei der Unternehmensberatung BearingPoint kann man beispielsweise als Werkstudent im Recruiting arbeiten. Zofia Matysiak, 27, sammelt auf diese Weise seit einem Jahr Berufserfahrung. BearingPoint Recruiting einmal Seit ich denken kann, haben mich andere Kulturen fasziniert. Deshalb wollte ich später auf jeden Fall in einem internationalen Umfeld arbeiten. So zog es mich dann auch gleich nach dem Abitur in Wroclaw (Breslau) von zu Hause weg. Ich wollte etwas Neues erleben, ein anderes Land kennen lernen und meine Fremdsprachenkenntnisse erweitern. Da ich bereits mehrmals in Deutschland gewesen war und die deutsche Sprache recht gut beherrschte, ging ich nach Frankfurt, um an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Volkswirtschaftslehre zu studieren.
Und tatsächlich: Bei der Suche nach einem neuen Studenten-Job stieß ich auf ein Angebot von BearingPoint, das genau zu meinen Studienschwerpunkten passte. Die Unternehmensberatung suchte Werkstudenten für ihr Recruiting und Personalmarketing. Eigentlich war Consulting überhaupt nicht meine Welt. Doch da BearingPoint, wie ich wusste, eine sehr international ausgerichtete Beratungsfirma mit breitem Themenspektrum ist, wollte ich mir diese Gelegenheit auf keinen Fall entgehen lassen. Meine Bewerbung hatte Erfolg, und wenige Wochen später startete ich als Werkstudentin bei BearingPoint. Man stattete mich gleich mit einem Laptop aus und erklärte mir die wichtigsten organisatorischen Dinge. Dann erfuhr ich von den Kollegen alles Wissenswerte über die Aufgaben und Arbeitsabläufe der Abteilung. Das Recruiting als Teil der HR-Abteilung ist für das Anwerben und die Anstellung neuer Mitarbeiter zuständig. Die Tätigkeiten, zu denen vor allem viel Personalmarketing gehört, reichen von der Herstellung und Pflege von Hochschulkontakten und der Beobachtung von Online-Foren und Job-Börsen über die Organisation interner Veranstaltungen wie den „Career Days" und die Vorbereitung von Job-Messen, Workshops und Symposien bis zum Screening der Bewerbungsunterlagen, der Durchführung von Bewerberinterviews und dem Erstellen der Arbeitsverträge. Also ein sehr breites Aufgabenspektrum. Ich freute mich bereits auf die Herausforderungen, die damit verbunden sein würden. Allerdings merkte ich dann schnell, dass das theoretische Wissen, das man sich an der Uni aneignet, allenfalls als Fundament dient, wenn es um die Realitäten im Arbeitsleben geht. Ohne meine Kollegen, die sich geduldig all meine Fragen anhörten und sich Zeit für die Beantwortung nahmen, wäre ich in den ersten Wochen nicht weit gekommen. Ich wurde schnell Teil des Werkstudenten-Teams, das die Recruiting-Abteilung unterstützt. Da die Arbeitszeit während des Semesters auf 20 Stunden pro Woche begrenzt ist und man nur zwei bis drei Tage im Büro ist, ist gute Kommunikation das A und O. Wichtige Informationen werden deshalb sofort an alle Kollegen weitergegeben, und am Ende eines Arbeitstages teilt jeder per E-Mail mit, was sich im Laufe des Tages bei ihm ereignet hat. Auch außerhalb der Arbeitszeit bleibt man mit den anderen Werkstudenten in Kontakt. So vielseitig wie das Recruiting sind auch die Aufgaben, mit denen man als Werkstudent betraut wird. Ich sichte eingegangene Bewerbungsschreiben, leite sie an den zuständigen Recruiter weiter, erfasse die interessanten Kandidaten in einer Datenbank und fordere bei Bedarf weitere Unterlagen an. Außerdem bereite ich Arbeitsangebote vor und erstelle die dazugehörigen Verträge. Ein wichtiger Aspekt meiner Arbeit ist auch die Betreuung der Recruiting-Seite im Intranet, auf der die Mitarbeiter die neuesten Informationen zu den Recruiting-Prozessen abrufen können. Inzwischen durfte ich den Recruitern bei einigen Bewerberinterviews assistieren, so dass ich Vorstellungsgespräche auch mal aus anderer Perspektive erlebte. Auch bei Recruiting-Events wie dem Kölner Absolventenkongress und der Job-Messe „Talents" in München bin ich ab und zu dabei. Ich unterstütze dann meine Kollegen und genieße die Abwechslung vom Büro-Alltag, die solche Termine mit sich bringen. Schon mehrere Tage vor dem Event helfe ich bei der Organisation kräftig mit. Wenn der Messestand dann eröffnet ist und ich das Unternehmen zusammen mit den anderen Mitarbeitern repräsentiere, ist das schon ein tolles Gefühl. Man unterhält sich mit gleichaltrigen Studenten und mit Absolventen über die Arbeit in der Beratungsbranche und die Karriereperspektiven bei BearingPoint. Ich bin sogar schon auf Kommilitonen getroffen, mit denen ich Vorlesungen besucht und mich auf Prüfungen vorbereitet habe. Die Highlights im Event-Kalender von BearingPoint sind die „Career Days", die meist dreimal im Jahr (jeweils Anfang Mai, September und Dezember) mit wechselndem Motto (etwa „Cooking for Careers" oder „Climbing for Careers") stattfinden. Außerdem gibt es noch die internen Karrieretage, bei denen ausgewählte Bewerber unsere Unternehmenskultur kennen lernen können. Bei den „Career Days" bearbeiten Teilnehmer-Teams Fallstudien und präsentieren anschließend die Ergebnisse. Danach bekommt jeder Einzelne ein ausführliches und sehr aufschlussreiches Feedback. Hat ein Teilnehmer so richtig überzeugt, erhält er ein Job-Angebot. Nach Fallstudien-Arbeit und gemeinsamen Erfahrungen bei einem Team-Event, etwa in einem Klettergarten, gibt es dann noch ein entspanntes Get Together, bei dem sich alle Beteiligte von ihrer privaten Seite kennen lernen. Damit sind die „Career Days" auch für uns von BearingPoint immer wieder unvergessliche Erlebnisse. Inzwischen nähert sich mein Studium dem Ende. In den letzten Wochen habe ich bereits erste Gespräche über Einstiegsmöglichkeiten ins Recruiting bei BearingPoint geführt. Jetzt will ich so rasch wie möglich meine Diplomarbeit abschließen.
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