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Das 1785 gegründete Bankhaus Trinkaus & Burkhardt ist eines der traditionsreichsten deutschen Finanzhäuser. Seit 1992 gehört es zur HSBC-Gruppe, einem der größten Finanzkonzerne der Welt. Wer wie Holger Bang Fachwissen und soziale Kompetenz vereint, kann hier schnell Karriere machen. Der 28-Jährige ist nach seinem Wirtschaftsstudium in Hannover 2006 zu HSBC Trinkaus gekommen. HSBC Trinkaus Berufsstart mit Irgendwann im Laufe meines Studiums erwachte mein Interesse an der Finanzwelt. Deshalb wählte ich neben „Unternehmensführung" noch den Schwerpunkt „Geld und internationale Finanzwirtschaft". Um praktische Erfahrungen zu sammeln und meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, wollte ich außerdem ein Praktikum im Kreditgeschäft einer Bank absolvieren — in meinen Augen der ideale Ausgangspunkt für eine spätere Karriere in der Finanzbranche.
Nach meiner Rückkehr aus Kapstadt, wo ich ein halbes Jahr im M&A-Bereich einer Unternehmensberatung gearbeitet hatte, und der Abgabe meiner Diplomarbeit stand ich dann vor der Frage, welchen Berufsweg ich einschlagen sollte. Aufgrund meiner bislang gemachten Erfahrungen schwebte mir eine Tätigkeit vor, bei der sich analytisches und kundennahes Arbeiten verbinden ließen. Bei meinen Job-Recherchen stieß ich auch auf ein Angebot von HSBC Trinkaus. Das traditionsreiche Düsseldorfer Bankhaus bot eine Trainee-Stelle in der Abteilung Corporate, Investment Banking and Markets an. Man würde im Bereich TMG (Treasury Management Group) arbeiten, der die Kunden in allen Fragen des Zins- und Devisenmanagements unterstützt. Schwerpunkte würden Research, die Strukturierung von Zins- und Devisenderivaten und Portfolioanalysen sein. Da sich das sehr verlockend anhörte, schickte ich noch am selben Tag meine Bewerbung ab. Drei Tage später rief mich eine Personalerin von HSBC Trinkaus an und lud mich zu einem Vorstellungsgespräch ein, bei dem ich auch die TMG-Bereichsleiterin und den Leiter des Devisenhandels kennen lernen würde. Während ich mich durch deren Anwesenheit einerseits geehrt fühlte, hatte ich andererseits Bedenken, ob ich vor all diesen Experten bestehen würde. Vier Tage später stand ich dann vor dem Gebäude von HSBC Trinkaus in der Düsseldorfer Königsallee. In der ersten der insgesamt drei Gesprächsrunden traf ich auf eine Personalreferentin und den Leiter des Devisenhandels, die sich nach meiner Ausbildung und den Gründen für meine Bewerbung bei HSBC Trink-aus erkundigten. In der zweiten Runde saß ich dann dem stellvertretenden Personalleiter und einer Mitarbeiterin der Bank gegenüber. Diesmal ging es um meine besonderen Fähigkeiten und die Bereiche, in denen ich noch Schwächen aufwies. Außerdem erläuterte man mir das Aufgabengebiet, das die Position umfasste. Beim dritten Gespräch mit der TMG-Bereichsleiterin und einem Mitarbeiter stand dann Fachliches wie Optionspreismodelle, das aktuelle Zinsniveau und Inflationserwartungen im Mittelpunkt. Auf dem Nachhauseweg ließ ich mir die Gespräche noch einmal durch den Kopf gehen. Ich war nicht sicher, ob ich wirklich einen guten Eindruck hinterlassen hatte. Doch als tags darauf der stellvertretende Personalchef anrief, waren schnell alle Zweifel verflogen. Er zog eine positive Bilanz der Gespräche und machte mir ein Job-Angebot. Einige Tage später saß ich erneut im Zug nach Düsseldorf, diesmal um den Arbeitsvertrag zu unterzeichnen. Anfang April 2006 war es dann soweit: mein erster Arbeitstag bei HSBC Trinkaus. Als Erstes überreichte man mir einen Plan mit den Stationen der nächsten Monate. Er konnte jedoch noch an meine Wünsche und die Erfordernisse der Abteilung angepasst werden. Dann wurde ich meinen neuen Kollegen vorgestellt, und man zeigte mir meinen Arbeitsplatz. Meine erste Aufgabe war eine Portfolioanalyse für einen großen Kunden, die ich zusammen mit einem erfahrenen Kollegen erstellte. Dabei konnte ich gleich meine an der Uni und bei den Praktika erworbenen Kenntnisse einsetzen. In den folgenden Tagen und Wochen lernte ich dann nach und nach die verschiedenen Facetten meines Aufgabengebietes kennen. Anfangs unterstützte ich vor allem die anderen Team-Mitglieder, etwa indem ich eine Präsentation vorbereitete oder Pricings durchführte. Dazu musste ich mich in die verschiedenen Software-Systeme der Bank einarbeiten, wobei es vor allem um solche Programme ging, mit denen sich Zinsderivate auf der Aktiv- und Passivseite der Bilanz „pricen" lassen. Zudem machte ich mich mit den Informationssystemen von Reuters und Bloomberg vertraut. Zum Trainee-Programm gehörte auch die Teilnahme an dem einen oder anderen Seminar, darunter beispielsweise eines, das sich mit den „quantitativen Grundlagen für den Anleihehandel" beschäftigte. Auch die Themen der anderen Seminare standen stets in direktem Zusammenhang mit meiner Arbeit. Nach sechs Monaten wechselte ich für einige Wochen ins Firmenkundengeschäft und schaute den dor-tigen Relationship-Managern über die Schulter. Sie führen unter anderem Bedarfsanalysen für Kunden durch und leiten spe-zielle Anfragen an Expertenteams wie die Treasury Management Group weiter. Danach war ich soweit eingearbeitet, dass ich immer mehr Aufgaben selbständig erledigen konnte. So bat man mich beispielsweise, zusammen mit einem Kollegen an der WHU in Vallendar eine von uns verfasste Fallstudie zum Thema „Hed-ging mit derivativen Finanzinstrumenten" vorzustellen. Da stand ich nun und referierte vor Studenten über Möglichkeiten der Zinssicherung. Anschließend sprach ich über meine Tätigkeit bei HSBC Trinkaus und gab Bewerbungstipps. Ein Jahr zuvor hatte ich noch selbst im Hörsaal gesessen. Kurze Zeit später erhielt ich eine Einladung für das Group Graduate Development Program, kurz GGDP, das vom Mutterkonzern HSBC durchgeführt wird. Im Schulungszentrum in Bricket Wood in der Nähe von London kamen 50 Young Professionals aus allen Teilen der Welt zusammen, um mehr über die Organisationsstruktur und das aktuelle Leistungsspektrum der HSBC-Gruppe zu erfahren. Außerdem ging es in den Seminaren darum, die eigene Sozialkompetenz auszubauen und Kontakte zu Kollegen in anderen Ländern zu knüpfen. In den zwei Wochen arbeiteten wir intensiv in Teams zusammen, die verschiedenste Herausforderungen meistern mussten. Dabei lernten wir uns schnell näher kennen. Noch heute stehe ich mit einigen Kollegen aus Südamerika und dem Mittleren Osten, denen ich damals begegnet bin, in gutem Kontakt. Die Schulungen zu Rhetorik und Präsentation, die wir in Bricket Wood durchliefen, machten sich dann auch gleich bei meinen nächsten Fallstudien-Präsentationen bemerkbar. Nach diesem Förderprogramm wurde mir mit Frankfurt, Baden-Württemberg und der Schweiz ein eigenes Kundengebiet übertragen. Damit beendete ich auch — früher als ursprünglich vorgesehen — mein Trainee-Programm. Jetzt galt es, das Erlernte erfolgreich in die Praxis umzusetzen. In den nächsten Monaten arbeitete ich intensiv an meinem Kommunikationsstil. Je mehr Kundengespräche ich führte, desto professioneller wurde mein Auftreten. Die nächste Herausforderung war dann die Prüfung zum Börsenhändler an der Frankfurter Terminbörse Eurex. Sie ist für alle Mitarbeiter der Treasury Management Group Pflicht. Zusammen mit einem Kollegen bereitete ich mich über mehrere Wochen hinweg intensiv auf die Prüfung vor, was manchmal ganz schön stressig war, da zum Lernen nur die Abendstunden und Wochenenden übrig blieben. Doch ich meisterte auch diese Hürde. Inzwischen bin ich zwei Jahre bei HSBC Trinkaus und habe mit der Beförderung zum Prokuristen eine weitere Stufe auf der Karriereleiter erklommen. Wenn ich heute zurückblicke, war das Trainee-Programm mit seiner wohldosierten Mischung aus On- und Off-the-job-Elementen genau das Richtige für den Berufsstart. Der schnelle Praxiseinsatz und die rasche Übernahme von Verantwortung, kombiniert mit regelmäßigen Schulungsphasen und Einsätzen im Ausland, machen für mich seinen Reiz aus. Ich wünsche jedem Finanz-Trainee, dass er ähnlich gute Erfahrungen macht.
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