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Bain & Company ist eine der am stärksten wachsenden Unternehmensberatungen in Deutschland. Damit erwartet Einsteiger hier ein äußerst dynamisches Umfeld — genau so, wie man es sich als junger Consultant wünscht. Auch Andreas Günther ist ein „Bainie“. Seit seinem Berufsstart Anfang 2007 ist der 28-Jährige bereits viel herumgekommen. Bain & Company International arbeiten: Es ist Montagmorgen, und ich bin auf dem Weg zum Flughafen. Die gestrige EM-Party steckt mir noch ein wenig in den Knochen. Am Check-in treffe ich einen Kollegen. Wir unterhalten uns kurz. Wohin ich heute fliege? Nach Paris, wo mich ein Projektteam aus Franzosen, Schweizern und Deutschen erwartet. Wir werden abwechselnd in Paris und Zürich arbeiten. Eine gute Gelegenheit, auch die dortigen Kollegen näher kennen zu lernen.
Ich bitte unseren Experten um Hilfe. Er verspricht, bis morgen Mittag Informationen zu liefern. Doch werden sie ausreichen? Ich will auf Nummer sicher gehen und rufe einen weiteren Experten an, auf dessen Name ich im Internet gestoßen bin. Und tatsächlich kennt er sich bestens mit dem Thema aus. Doch um ihn zu treffen, muss ich nach Warschau fliegen. Ich bespreche das Ganze kurz mit dem Teamleiter, der mir grünes Licht gibt. Am nächsten Morgen fahre ich wieder zum Flughafen, wo ich erneut einen Kollegen treffe. Wohin es heute geht? Nach Warschau ... Dieses grenzüberschreitende Arbeiten ist
typisch für uns „Bainies“. In den eineinhalb Jahren, die ich jetzt bei Bain
bin, habe ich bereits viel gesehen. Denn gearbeitet wird stets dort, wo
einen der Kunde braucht oder wo es für das Team am günstigsten ist. Das kann
eines der weltweit 38 Bain-Büros sein, ein Besprechungszimmer des Kunden
oder der Konferenzraum eines Hotels. Deshalb ist man in der Regel von Montag
bis Donnerstag unterwegs. Der Freitag ist „Office Day“ am jeweiligen
Standort. Im deutschsprachigen Raum kann das München, Düsseldorf, Frankfurt
oder Zürich sein. Einige meiner Kollegen arbeiten jedoch auch von Köln,
Hamburg, Berlin oder Genf aus. An der Uni habe ich gelernt, strukturiert und systematisch zu arbeiten und schlüssige Lösungen zu entwickeln. Insofern bildet diese Ausbildung eine gute Grundlage für meine heutige Tätigkeit. Die Anforderungen bei Bain gehen jedoch weit darüber hinaus. Getreu unserem Arbeitsmotto „True North“ liefert jeder Bain-Mitarbeiter nicht nur theoretisch fundierte, sondern auch umsetzbare Resultate. Die Grundlagen dafür werden in nationalen und internationalen Trainings gelegt. Durch die Arbeit in interdisziplinären Projektteams — ein weiteres Grundprinzip unserer Arbeit — profitiert man außerdem vom Wissen der anderen. Natürlich kann man auch jederzeit einen erfahrenen Kollegen um Rat fragen. Ob man von dieser Möglichkeit Gebrauch macht, hängt von einem selbst ab. Bain legt großen Wert auf Eigenständigkeit. Bei Projekten wird erwartet, dass man sein jeweiliges Teilprojekt wie ein Unternehmer behandelt, es also von Anfang bis Ende selbständig durchplant und sich weder von Widerständen noch von sonstigen Problemen aus dem Konzept bringen lässt. Solange sie sich umsetzen lassen, sind auch unkonventionelle Ideen und Lösungsvorschläge gern gesehen. Was das alles in der Praxis bedeutet,
erfuhr ich bereits bei einem meiner ersten Projekte. Unser Projektteam war
beim Kunden, und wir diskutierten die nächsten Schritte. Um uns ein
möglichst realistisches Bild von seiner Situation zu machen, beschlossen
wir, nicht nur die Firmenzentrale zu analysieren, sondern auch gleich die
Repräsentanzen in den verschiedenen Ländern unter die Lupe zu nehmen. Für
die dafür erforderliche Tour durch sechs Staaten blieben uns allerdings nur
drei Wochen. Einige Tage später stellte ich dann dem Kunden die Eckpunkte meiner Marktstudie vor. Kernstück war ein Excel-Kalkulationsmodell, in das später alle Daten des Kunden einschließlich derjenigen der Länderrepräsentanzen eingetragen werden sollten. Dennoch musste es übersichtlich und leicht zu handhaben sein — eine wichtige Voraussetzung, damit der Kunde später mit der Vorlage arbeiten konnte. Da es aber nicht ganz ohne meine Hilfe gehen würde, war meine Anwesenheit bei den Workshops umso notwendiger. Ich präsentierte also die Ergebnisse der Marktanalyse und diskutierte sie anschließend mit den Controllern und Analysten des Kunden, die mich auf kleinere Ungereimtheiten aufmerksam machten und mir frisches Datenmaterial gaben. Die Einbindung der Kundenmitarbeiter in den Analyseprozess ist manchmal sehr aufwändig und anstrengend, vor allem wenn die Informationen — wie in diesem Fall — aus sechs verschiedenen Ländern kommen. Doch die Mühe lohnt sich. Denn dadurch erhöht sich nicht nur die Akzeptanz unserer Arbeit, in der Regel führt dies auch zu besseren Resultaten. Wie viel ich arbeite? Nun, 60-Stunden-Wochen sind für einen Consultant normal. Bei Bain wird jedoch alles getan, dass man an den Wochenenden frei hat. Die Boni — sie sind Teil der Vergütung — sind leistungsabhängig. Die Bewertung der Arbeit erfolgt anhand eines objektiven Kriterienkatalogs. Auf diese Weise fühlt sich niemand ungerecht behandelt. Und dass die Bain-Mitarbeiter sehr zufrieden sind, zeigt die Top-Platzierung des Unternehmens im Ranking „Deutschlands beste Arbeitgeber“.
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