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Kaufland ist ein international stark expandierendes Handelsunternehmen. Absolventen werden die verschiedensten Ein- und Aufstiegsmöglichkeiten geboten. Einer, der sie konsequent genutzt hat, ist Simon Ebertshäuser. Der 28-Jährige ist nach seinem BWL-Studium an der FH Heilbronn als Controlling-Trainee bei Kaufland eingestiegen. Kaufland
Controlling
international: Weißt du schon, was du beruflich einmal machen willst?“ Eine Frage, die mich als Schüler immer etwas verlegen machte. Denn das Berufsleben war noch weit weg, und ich hatte noch keine richtige Vorstellung davon. Würde man mich heute fragen, wäre die Antwort klar: „Eine Kombination aus strategischem Denken, Kreativität und viel Kontakt mit Menschen — am besten in einem international tätigen Unternehmen.“ Genau diesen Traumjob habe ich als internationaler Controller bei Kaufland gefunden.
Da das Studienende schon in Sicht war und ich über ein Einstiegsprogramm ins Berufsleben starten wollte, bewarb ich mich kurz entschlossen für das Trainee-Programm Finanz- und Rechnungswesen. Nach einem Telefoninterview, einem Vorstellungsgespräch mit zwei Geschäftsführern und einem abschließenden Assessment Center hatte ich ihn in der Tasche: einen unbefristeten Arbeitsvertrag als Kaufland-Trainee. Im März 2006 war es dann soweit. Mit zwölf anderen Trainees, die den unterschiedlichsten Unternehmensteilen zugeordnet waren, startete ich ins Berufsleben. In den folgenden 15 Monaten lernte ich alle wichtigen Funktionsbereiche kennen. Mein Haupteinsatzgebiet war natürlich das Finanz- und Rechnungswesen mit den Abteilungen Finanzen, Rechnungsprüfung, Bilanzierung, Steuern, Buchhaltung und Controlling. Hinzu kamen jeweils vierwöchige Einsätze im Vertrieb, in der Logistik und im Einkauf. Eines der Highlights des Trainee-Programms war das Projekt „Absolventenkongress“. Unser siebenköpfiges Trainee-Team sollte entscheiden, ob sich das Unternehmen in Köln präsentieren sollte. Falls ja, hatten wir den Messeauftritt von A bis Z zu organisieren. Nachdem wir uns für die Teilnahme entschieden hatten, machten wir uns an die eigentliche Arbeit. Die Aufgaben, die jetzt auf uns zukamen, reichten von der Planung und Aufteilung des Messebudgets, der Wahl des Standplatzes über die Verhandlungen mit der Messebaufirma bis zur Auswahl der Give-Aways und der Schulung des Standpersonals. Wir überließen nichts dem Zufall. Wie gut uns der Messe-Auftritt gelang, zeigte sich nicht zuletzt an den vielen Studenten und Absolventen, die den Stand umlagerten. Und an den vielen Bewerbungen, die danach bei Kaufland eingingen. Wie alle guten Trainee-Programme wird auch dieses durch anspruchsvolle und thematisch abgestimmte Seminare ergänzt. Bei mir standen unter anderem Schulungen zum Zeitmanagement, zu Präsentations- und Moderationstechniken und zum Führungsverhalten und Konfliktmanagement auf dem Programm. Dabei ergab sich auch immer wieder die Möglichkeit, sich intensiv mit anderen Trainees auszutauschen und das eigene Netzwerk auszubauen. Dazu zählten auch die Netzwerktreffen, die stets in einem besonderen Rahmen stattfanden und mit verschiedenen Outdoor-Aktivitäten verbunden waren. Bei einem dieser Treffen schipperten wir ein Wochenende lang auf einem Segelschiff über das Ijsselmeer. Als ich im Anschluss an das Trainee-Programm noch an einem Projekt zum Thema Anlagevermögen mit-arbeitete, stellte ich wieder einmal fest, wie viel Spaß mir der Umgang mit Zahlen macht. Nachdem das Projekt abgeschlossen war, bot man mir dann meine derzeitige Position im internationalen Controlling an. Die Abteilung Controlling International versteht sich als interner Dienstleister der Controlling-Abteilungen unserer ausländischen Tochtergesellschaften. Kaufland ist außer in Deutschland noch in Tschechien, der Slowakei, Kroatien, Polen, Rumänien und seit 2006 auch in Bulgarien vertreten. Unsere Wachstumsstrategie ist also eindeutig auf Osteuropa ausgerichtet. Meine Aufgabe besteht vor allem darin, die Ergebnisse der sieben Landesgesellschaften zu analysieren, die uns im Rahmen des monatlichen Reporting übermittelt werden. Dazu erstelle ich sowohl länderübergreifende als auch länderspezifische Benchmarks zu den einzelnen Ertrags- und Kostenpositionen. Das umfasst neben dem Vertrieb auch alle anderen Unternehmensbereiche wie Logistik, Werbung, Fleischwerke und die jeweiligen Verwaltungszentralen. Sind die Benchmarks erstellt, halten wir nach positiven und negativen Ausreißern Ausschau. Ist dieser eher theoretische Teil meiner Arbeit getan, heißt es Koffer packen: Wir reisen zu den jeweiligen Landesgesellschaften, um vor Ort Verbesserungsmöglichkeiten zu erkunden. Sie werden dann mit den dortigen Controllern und dem betroffenen Unternehmensbereich abgestimmt. Auch bei der Umsetzung der Maßnahmen helfen wir. Es ist vor allem diese Mischung aus Zahlenanalyse, Optimierungsmaßnahmen und deren Umsetzung vor Ort, die ich an meiner Arbeit liebe. Wie man sich denken kann, gehört dazu auch einiges an Kommunikationsgeschick. Zumal es gleich um sieben Länder und damit sieben mehr oder weniger verschiedene Kulturen geht. Dass ich einmal im Handel als internationaler Controller arbeiten würde, hätte ich mir während meines Studiums nicht träumen lassen. Durch das Trainee-Programm habe ich die vielen Facetten dieses anspruchsvollen Berufs erst so richtig kennengelernt. Trainee-Programme — bei Kaufland gibt es insgesamt zwölf — sind also genau das Richtige, um ohne Probleme ins Berufsleben einzusteigen.
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