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Johnson & Johnson ist eines der größten Unternehmen bei Healthcare-Produkten. Das Spektrum reicht von Köper- und Babypflege über Hygieneprodukte bis zu Pharmazeutika und medizinischen Diagnosegeräten. Claudia Hegemann, 26, die an der Hochschule Pforzheim BWL mit Schwerpunkt Marketing studierte, ist seit 2007 bei Johnson & Johnson Consumer Healthcare Deutschland auf dem Weg in eine vielversprechende Zukunft. Johnson & Johnson Praktikum, Diplomarbeit, Job Was ist mein Lieblingsprodukt?" Ich war im siebten Semester BWL und wollte vor Abschluss meines Studiums noch etwas Praxisluft im Produktmanagement schnuppern. Welche Rolle mein Lieblingsprodukt dabei spielte? Ganz einfach: Um im Produktmanagement nicht nur einen guten Job zu machen, sondern mit Begeisterung bei der Sache zu sein, muss man von einer Marke überzeugt sein. Ich wälzte also keine Karriere-Ratgeber, sondern las den Herstellerhinweis auf der Verpackung. Und siehe da: Es war ein Produkt von Johnson & Johnson.
Damit sich die Reise von Stuttgart nach Düsseldorf lohnte, vereinbarte ich gleich noch ein zweites Gespräch bei einem anderen Unternehmen. Am Nachmittag hatte ich dann zwei Praktikumszusagen in der Tasche. Da mir eine Pro/Kontra-Liste, welches Unternehmen denn nun das bessere sei, nicht weiterhalf, folgte ich einfach meinem Bauchgefühl. Und das sprach eindeutig für Johnson & Johnson. Ich hatte den Eindruck, dass das Unternehmen und ich gut zueinander passten. Als es dann losging, beschäftigte mich vor allem eine Frage: In welchem Produktmanagement-Team würde ich arbeiten? Wie sich herausstellte, war es das Team Beauty Care. Genau, wie ich es erhofft hatte. Als mir dort dann auch noch ein herzlicher Empfang bereitet wurde, war meine Anfangsnervosität endgültig verflogen. Gleich die erste Aufgabe, die man mir übertrug, hatte es in sich: Ich sollte selbständig eine komplexe Preisanalyse erstellen. Dazu musste ich in einen tiefen, fast unergründlichen Datenpool eintauchen. Noch nie hatte ich mich mit so umfang- reichen Zahlenkolonnen beschäftigt. Doch die Mühe lohnte sich: Mithilfe meiner Erkenntnisse wurde schließlich eine optimale Preisstrategie gefunden. Es folgte eine Reihe von Projekten, bei denen ich hautnah erlebte, welch vielfältige Facetten ein moderner Marketing-Mix haben kann. Ich nahm an einer Produkteinführung teil, arbeitete bei der Markenkommunikation mit, erstellte mehrere Markt- und Wettbewerbsanalysen und half bei der Umsetzung einer neuen Point-of-Sale-Strategie. Beim Launch einer neuen Produkt-Website wurde mir dann so richtig klar, welche Möglichkeiten das Internet heute als Kommunikationsmittel bietet. Nach drei Monaten kamen weitere Aufgaben hinzu, jetzt ging es um den Produktbereich Wundheilung, das älteste Geschäftsfeld des Konzerns. 1921 brachte man in den USA die ersten Pflaster auf den Markt. Der Markenname „Band Aid" ist dort heute die allgemein übliche Bezeichnung für selbstklebenden Wundschutz. Hier sammelte ich vor allem Erfahrungen im Sponsoring und Event-Marketing. Das Online-Projekt, bei dem ich mitgearbeitet hatte, brachte mich auf die Idee, eine praktische Diplomarbeit bei Johnson & Johnson zu schreiben. Als Thema hatte ich mir die Bedeutung des viralen Marketings für das Produktmanagement überlegt. Unternehmen machen sich durch virales Marketing die Popularität von sozialen Netzwerken und Internet-Netzen wie beispielsweise YouTube, MySpace oder StudiVZ zunutze. Wie es der Zufall wollte, war dieses Thema im Produktmanagement der Marke „bebe Young Care" gerade hochaktuell. Ich kam mit meiner Idee also genau im richtigen Moment. Gemeinsam mit der Senior Product Managerin überlegte ich, wie die Arbeit angelegt sein müsste, damit sie nicht nur wissenschaftlichen Ansprüchen, sondern auch den Anforderungen des Unternehmens gerecht würde. Wie so oft bei praktischen Diplomarbeiten war auch hier als Erstes eine umfassende Marktanalyse erforderlich. Beauty-Marken wie „bebe Young Care" waren im Internet bis dahin hauptsächlich durch Banner-Werbung und andere klassische Werbemittel präsent, ich betrat also gewissermaßen Marketing-Neuland — eine Situation, wie man sie sich als Marketeer wünscht. Angesichts der überwältigenden Möglichkeiten des heutigen World Wide Web musste ich allerdings aufpassen, mich nicht zu verzetteln. Bei Fragen und Problemen standen mir die Kollegen jederzeit mit Tipps und Ratschlägen zur Seite. Dank ihrer Hilfe kam ich zügig voran. Ein besonderer Ansporn war auch die Aussicht, dass die von mir erarbeitete Strategie später eins zu eins in die Realität umgesetzt würde. Noch bevor ich in die mündliche Prüfung ging, erfuhr ich, dass meine Arbeit bereits erste Erfolge zeitigte: Die Zahl der Klicks auf die Homepage von „bebe Young Care" war stark gestiegen. Zu meinem vollkommenen Glück fehlte nun nur noch eins: eine freie Stelle im Produktmanagement von „bebe Young Care". Und tatsächlich wurde dort ein Junior Product Manager gesucht. Unnötig zu sagen, dass ich mich umgehend bewarb. Seit Juni 2008 arbeite ich nun im Produktmanagement von „bebe Young Care". Meine Erfahrungen als Praktikantin und Diplomandin haben mir den Einstieg natürlich enorm erleichtert. Nicht zuletzt deshalb, weil mir die meisten Arbeitsabläufe bereits vertraut waren. Online-Kommunikation ist nach wie vor meine Leidenschaft. Es fasziniert mich immer wieder aufs Neue, Ideen und gewonnene Erkenntnisse in Produktkonzepte — bis hin zum Verpackungsdesign — umzusetzen. Und wenn einer unserer Werbespots im Fernsehen läuft oder die letzten Marktzahlen zeigen, dass wir gute Arbeit leisten, bin ich richtig stolz. Das ist definitiv der richtige Job für mich.
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