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Nicht nur die Finanzkrise, auch Basel II hält die Bankenwelt in Atem. Bei KPMG gibt es Berater, die auf die Umsetzung der neuen Eigenkapital-Richtlinien spezialisiert sind. Einer von ihnen ist Thomas Jagodzinsky, der nach seinem Studium in Köln und den USA vor drei Jahren bei der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsfirma eingestiegen ist. KPMG Banken, Beratung KPMG lernte ich durch ein Praktikum während der Endphase meines BWL-Studiums kennen. Eigentlich wollte ich ja nach dem Studium eine Karriere als Banker einschlagen, schließlich hatte ich nicht nur eine Ausbildung zum Bankkaufmann absolviert, sondern durch den Schwerpunkt Banking & Finance auch mein Studium darauf ausgerichtet. Auch meine Diplomarbeit, die ich kurz darauf in Angriff nahm, handelte von einem typischen Banking-Thema, nämlich der Umsetzung von Basel II.
Im Februar 2006 fing ich im Geschäftsbereich Advisory von KPMG an. Gleich mein erstes Projekt hatte wieder mit Basel II zu tun: Unser Team sollte den Mandanten bei der Umsetzung der neuen Richtlinien, die bekanntlich höhere Anforderungen an das Eigenkapital und das Risikomanagement der Banken stellen, unterstützen. Angesichts der momentanen Finanzkrise ein Thema von brennender Aktualität und erheblicher wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Bedeutung. Bei der Projektarbeit beim Kunden profitierten wir von der langjährigen Erfahrung von KPMG in Sachen Basel II. Für jedes Gebiet gibt es Spezialisten, die man bei Bedarf um Rat fragen kann. Ich wurde von den anderen Teammitgliedern sehr gut aufgenommen und vom ersten Tag an mit kleineren Aufgaben betraut, die ich weitgehend selbständig bearbeitete. Dank meiner im Studium erworbenen Vorkenntnisse hatte ich keinerlei Probleme, mich einzuarbeiten. Nach und nach entwickelte ich mich zu einem wichtigen Ansprechpartner für die Mitarbeiter des Mandanten, die sich bei Anfragen an mich wenden konnten. Dafür sorgten auch die zahlreichen Weiterbildungen, die ich wie alle KPMG-Berater besuchte. Was mir in diesen ersten Wochen vor allem klar wurde, ist die große Bedeutung, die das fachliche Know-how im Verhältnis zum Mandanten spielt. Dazu gehören auch profunde Kenntnisse der jeweiligen Branche. Nur wer kompetent ist, wird vom Kunden akzeptiert und kann sein Projekt mit der nötigen Ruhe und Unterstützung zum erfolgreichen Abschluss bringen. Neben der Projektarbeit wurde ich auch schnell in interne Prozesse eingebunden. So unterstützte ich das Personalmarketing, entwickelte neue Beratungsthemen und gab mein Wissen an die Kollegen weiter, indem ich auf Seminaren Vorträge hielt und eigene Studien veröffentlichte. Bei den darauffolgenden Projekten machte ich dann mit den unterschiedlichsten Finanzunternehmen Bekanntschaft. So sollten wir bei einer internationalen Bank das Risikomanagement an die Erfordernisse von Basel II anpassen und die Auswirkungen auf das Eigenkapital analysieren. Neben dem fachlichen Neuland, das man damit betrat, kam als weitere Herausforderung die ganz andere Mentalität der dortigen Banker hinzu. Durch die tägliche Arbeit, die regelmäßigen Schulungen und den Lehrauftrag an einer Hochschule entwickelte ich mich rasch zum Spezialisten für Risikomanagement, der bei den unterschiedlichsten Projekten im In- und Ausland eingesetzt wird. Der Veränderungsprozess, den Basel II bei den Banken ausgelöst hat und der durch die Finanzkrise weiter beschleunigt wird, führt zu immer neuen Fragen und Problemen, die man gemeinsam mit dem Kunden zu lösen versucht. Erleichtert wird die Arbeit — vor allem bei grenzüberschreitenden Projekten — durch den kürzlich erfolgten Zusammenschluss mehrerer unabhängiger Ländergesellschaften zu KPMG Europe LLP. Ausschlaggebend dafür war der immer stärker zusammenwachsende europäische Kapitalmarkt. Was mich zurzeit am meisten beschäftigt, sind neue Methoden bei der Umsetzung von Basel II, die Banken Wettbewerbsvorteile verschaffen, indem sie ihr Image bei Kunden und Investoren verbessern. Dabei geht es um eine langfristig angelegte, nachhaltige Ausrichtung des Risikomanagements. Was mich an solchen Aufgaben immer wieder fasziniert und im Nachhinein in meiner Berufswahl bestätigt, ist die enorme Vielfalt an Beratungsthemen im Finanzsektor. Viel Freude macht auch der Kontakt zu Studenten im Rahmen des Personalmarketings. Zum einen wegen der damit verbundenen Abwechslung, zum anderen wegen der Möglichkeit, Interesse für meinen Beruf und für KPMG zu wecken. Zusammen mit Kollegen aus den Geschäftsbereichen Audit und Tax stelle ich das Unternehmen bei Recruiting-Veranstaltungen und auf Jobmessen vor und stehe als Ansprechpartner zur Verfügung. Dabei ergeben sich immer wieder interessante Gespräche, und man erhält nützliche Anregungen. Seit meinem Einstieg bei KPMG nehme ich immer wieder an Fortbildungsprogrammen teil, womit ich nicht nur fachlich, sondern auch was neue Führungs- und Kommunikationstechniken anbelangt stets auf der Höhe der Zeit bin. Am meisten lernt man jedoch im täglichen Projektgeschäft, durch den intensiven Erfahrungsaustausch mit den Kollegen und die zahlreichen Gespräche mit den Mitarbeitern der Mandanten. Die Arbeit als Berater stellt hohe Ansprüche an die Persönlichkeit und fordert viel von einem. Dennoch habe ich die Entscheidung für diesen Beruf keinen einzigen Tag bereut. Gerade in der aktuellen Krise zeigt sich wieder, welch wichtige Funktion Beratern in der Wirtschaft zukommt. Die Möglichkeit, Unternehmen bei der Bewältigung von Problemen helfen zu können, gibt mir das gute Gefühl, gebraucht zu werden. Und motiviert mich jeden Tag aufs Neue.
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