BearingPoint ist eine der renommiertesten Management- und Technologieberatungen, bei der man in den unterschiedlichsten Consulting-Sparten Karriere machen kann. Silke Wiedemann wollte nach ihrem BWL-Studium in Reutlingen und Reims einen Beraterjob mit allem Drum und Dran. Die 25-Jährige hat vor eineinhalb Jahren als Business Analyst bei dem Unternehmen angefangen.

BearingPoint

Mitten drin
im Beraterleben

Studium beendet und Doppeldiplom in Internationaler BWL in der Tasche. Also machte ich mich Mitte 2007 auf die Suche nach meinem ersten Arbeitgeber. Zwar hatte ich schon einige Praktika in Deutschland und auch in Frankreich absolviert. Der erste richtige Job ist aber doch etwas anderes. Welche beruflichen Ziele wollte ich erreichen? Wo lagen meine wirklichen Stärken? Und wo konnte ich sie am besten umsetzen?

Schon damals stand für mich fest, dass eigentlich nur Consulting in Frage kam. Doch wo sollte ich den anspruchsvollen, abwechslungsreichen, internationalen und auch noch gut bezahlten Job, den ich mir wünschte, finden? Um herauszubekommen, welche der vielen Consulting-Firmen am besten zu mir passte, nahm ich mir vor, möglichst viele von ihnen kennenzulernen.

Nach mehreren Bewerbungsgesprächen war mir dann klar, dass es durchaus Unterschiede gibt. Etwa was den Umgang mit Bewerbern anbelangt. Bei BearingPoint hatte ich gleich beim ersten Termin mit einem Managing Director und einem Performance Manager das Gefühl, dass der „Personal Fit" stimmte.

Auf BearingPoint war ich durch eine Kommilitonin gestoßen. Ich erfuhr, dass es sich um eine der renommiertesten Management- und Technologieberatungen mit weltweit über 15.000 Mitarbeitern handelt. Kaum hatte ich meine Bewerbung abgeschickt, wurde ich bereits zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Knapp drei Monate später war ich dann Business Analyst im Bereich „Public Services".

Den Auftakt bildeten die New Member Days in Frankfurt. Wie der Name schon ahnen lässt, handelt es sich um eine Einführungsveranstaltung für neue Mitarbeiter. Wir trafen uns alle in einem großen Frankfurter Hotel, wo wir in zwei Tagen vieles zur Strategie und den Zukunftsvisionen des Unternehmens erfuhren. Man erklärte uns die „Business Basics" und wie ein gutes Zeit- und Travelmanagement aussieht. Beim „Get Together" hatten wir dann Gelegenheit, einige Managing Directors des Frankfurter Büros näher kennenzulernen, die bereitwillig unsere Fragen beantworteten.

Nach diesen ersten Eindrücken ging es nach München, wo sich in den nächsten Monaten mein Arbeitsplatz befinden sollte. Mein Tutor erwartete mich bereits. Jedem neuen Berater steht anfangs ein solcher Kollege als Ansprechpartner bei allen Fragen und Problemen zur Seite. Nachdem ich meinen Laptop erhalten hatte, lernte ich auch meinen Vorgesetzten, einen Managing Director, kennen, der mich mit den Worten „Hallo, ich bin der Franz" begrüßte. Von meinem Performance Manager, der sich um die Förderung der Berater kümmert, erfuhr ich dann, welche Projekte und Schulungen mich in den nächsten Wochen erwarteten.

Bei meinem ersten Projekt sollte unser Team den Kunden bei einem so genannten „Carve Out" unterstützen. Dabei wird ein Teil des Unternehmens abgetrennt oder verkauft. Da der Kunde SAP-Software nutzte, kam es in unserem Fall darauf an, die Daten des betroffenen Bereichs zu identifizieren und anschließend in ein neues System zu exportieren, was auch als „Datenmigration" bezeichnet wird.

Da ich noch nicht viel Erfahrung mit SAP-Programmen hatte, besuchte ich erst einmal eine zweiwöchige Schulung, die in der Zentrale des Software-Konzerns in Walldorf bei Frankfurt stattfand. Danach war ich dann soweit fit, dass ich bei dem Projekt bereits kleinere Aufgaben übernehmen und so erste praktische Erfahrungen sammeln konnte. Mein Performance Manager unterstützte mich in dieser ersten Phase nach Kräften.

Dann stand ein Akquise-Projekt in den Niederlanden auf dem Programm. Obwohl ich das jüngste und unerfahrenste Mitglied unseres 15-köpfigen internationalen Beraterteams war, war ich gleich von Anfang an „voll mit dabei". Ich wurde von den anderen als vollwertiges Teammitglied akzeptiert, dessen Meinung genauso zählte wie die der „alten Hasen", die schon bei zahllosen Projekten mitgewirkt hatten.

Mein nächster Einsatz brachte es dann mit sich, dass ich häufig zwischen München und Essen pendeln musste. Das typische Beraterleben also, von dem ich schon so viel gehört hatte: Montagmorgens um fünf Uhr in der S-Bahn, um den ersten Flieger nach Frankfurt, London oder sonst wohin zu erwischen.

Anders als bei den vorherigen Einsätzen war ich diesmal von Beginn an für einen klar umrissenen Aufgabenbereich verantwortlich. Kein Wunder, dass meine Vorfreude groß war. Ich musste für den reibungslosen Ablauf der Tests sorgen, mit denen die Funktionsfähigkeit einer neuen Software in den Bereichen Finanzwesen und Controlling überprüft wurde. Außerdem koordinierte ich die Testteams und stand den Testern mit fachlichem Rat zur Seite. Nach Abschluss der Funktionstests unterstützte ich dann unsere „Task Force Kontenplan", die den Kontenplan des Kunden optimierte, indem ich mich um die Qualitätssicherung und die korrekte Aussteuerung der Konten kümmerte.

Nach vier Monaten Hin- und Herreisen konnte ich beim nächsten Projekt — diesmal ging es um eine Kontenplan-Umstellung und eine IFRS-Einführung — in meiner Wahlheimat München bleiben. Auch bei meinem aktuellen Projekt, das sich um Kostenplanung mithilfe von SAP dreht, arbeite ich in der bayerischen Metropole.

Was ich an meiner Arbeit besonders schätze? Neben den fachlichen Herausforderungen vor allem den Teamgeist. Doch es ist nicht nur der starke Zusammenhalt und dass sich vom Business Analyst bis zum Managing Director alle duzen, was einen die Hierarchieunterschiede kaum spüren lässt, weshalb ich mich hier so wohl fühle. Typisch für die Unternehmenskultur ist auch das „Knowlegde Sharing" und die individuelle Förderung der Berater, die sogar Schulungen an der Elite-Uni Yale ermöglicht.

Nach eineinhalb Jahren als Beraterin bin ich sicher: Meine Zeit bei BearingPoint ist noch lange nicht zu Ende. Meine erste Beförderung habe ich schon erhalten. Und viele weitere interessante Projekte warten auf mich.

 

BearingPoint

Deutscher Hauptsitz: Frankfurt. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland 1.500 Mitarbeiter.

Gesucht: Wirtschaftswissenschaftler, -ingenieure, -informatiker und -mathematiker. Einstieg per Training-on-the-job.

Kontakt: Recruiting Office, Telefon 069/130220, E-Mail: professionals@bearingpoint-careers.de. Weitere Infos: www.bearingpoint.de.

 

(aus WISU 5/09)