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Einstieg bei Ernst & Young Es geht um die ganze Person Ernst & Young beschäftigt weltweit 135.000 Mitarbeiter, 6.500 in Deutschland. Pro Jahr werden etwa 1.000 Absolventen und ebenso viele Praktikanten eingestellt. WISU sprach mit Steffen Laick, der bei Ernst & Young das Recruiting leitet. WISU: Der Arbeitsmarkt für Absolventen hat sich wegen der Krise um einiges verschlechtert. Stellen Sie noch so viele Bewerber wie vor einem Jahr ein?
WISU: Damit zählen Sie nach wie vor zu den größten Arbeitgebern für Wirtschaftsabsolventen in Deutschland. Gibt es bereits Prognosen, was den Rest dieses Jahres und 2010 anbelangt? Laick: Wie alle hoffen auch wir, dass die Krise schnell beendet ist. Genaue Zahlen lassen sich derzeit jedoch schlecht prognostizieren. Wir haben allerdings auch weiterhin gezielten Bedarf an talentiertem Nachwuchs. Bewerbungen bei uns lohnen sich also immer. WISU: Wirkt sich die Krise darauf aus, welche Bewerber Sie auswählen? Laick: In wirtschaftlich schwierigeren Zeiten, in denen Bewerbungen allein deshalb zunehmen, weil die Absolventen mehr verschicken als in guten Zeiten und die Unternehmen so größere Auswahlmöglichkeiten haben, wird wieder verstärkt auf die so genannte Papierform und damit auch auf die Abschlussnoten geachtet. WISU: Ohne Spitzennoten geht also nichts? Laick: So ist es nicht. Wir achten zwar auch auf die Noten, letztlich entscheidet jedoch der Gesamteindruck. Denn es geht nicht nur um einen guten Abschluss, sondern um die ganze Person. Eine nicht ganz so gute Note kann also durch andere Pluspunkte wie praktische Erfahrungen während des Studiums, etwa in Form von entsprechenden Praktika, ausgeglichen werden. Oder die Wahl der Studienfächer und das Thema der Abschlussarbeit passen sehr gut zu unserem Anforderungsprofil. WISU: Soziale Kompetenz und wichtige Soft Skills dürften auch von Bedeutung sein. Laick: Selbstverständlich. Auch hier kann man Punkte machen. Wichtig sind beispielsweise auch analytische Fähigkeiten, die bei allen Tätigkeits-bereichen, die wir anbieten — von der Wirtschaftsprüfung bis zur Beratung —, eine ausschlaggebende Rolle spielen. WISU: Noch zu Zeiten der New Economy hatten viele WP-Gesellschaften Mühe, genügend und vor allem vielversprechenden Nachwuchs zu finden. Die meisten wollten damals in die IT-Industrie, schnell Karriere machen und möglichst noch umgehend reich werden. Nach dem Zusammenbruch der New Economy änderte sich das Bild dann. Laick: Die Ausbildung zum Wirtschaftsprüfer ist nach wie vor lang, obwohl man heute Steuerberater- und WP-Examen kombinieren kann. Das erfordert Durchhaltevermögen, zumal nach der Uni weitere Prüfungen, und zwar keine leichten, auf einen warten. Andererseits bietet der WP-Beruf viel Sicherheit und überdurchschnittliche Verdienstmöglichkeiten, was auch so bleiben wird. Während andere Branchen, etwa IT oder jetzt beispielsweise das Investmentbanking, erheblichen Schwankungen ausgesetzt sein können. WISU: In schwierigeren Zeiten erinnern sich dann offenbar viele an die Vorzüge dieses Berufs ... Laick: ... und dass er quasi krisenfest ist. Das ist übrigens ein weiterer Grund, weshalb in solchen Zeiten die Bewerbungen zunehmen. Und während früher nur Diplomierte WP werden konnten, steht der Beruf nun auch Bachelor-Absolventen offen. WISU: Manch einer weiß allerdings nicht so recht, ob Wirtschaftsprüfer das Richtige für ihn ist. Laick: Deshalb bieten wir neben dem Direkteinstieg das 18-monatige Trainee-Programm AuditPLUS an, das im Oktober startet und für das man sich ab Mai bewerben kann. Dazu gehören eine sechsmonatige Grundausbildung in der Wirtschaftsprüfung und eine ebenso lange Vertiefungsphase, in der man den Beruf gut kennenlernt. Außerdem arbeitet man während zwei dreimonatiger Orientierungsphasen auch in anderen Bereichen wie Tax Services, Human Resources, Marketing oder in prüfungsnahen Beratungsbereichen. WISU: Man ist also nicht auf Wirtschaftsprüfung festgelegt? Laick: Nein. Wer danach mit der WP-Ausbildung weitermachen möchte, dem wird die Zeit angerechnet. Man kann sich aber auch für einen anderen Aufgabenbereich wie beispielsweise die Beratung entscheiden. WISU: Um welche Art von Beratung geht es dabei? Laick: Um Transaktionsberatung sowie Risiko- und Management-Beratung. Bei Ersterer geht es um alle Dienstleistungen, die etwa im Zusammenhang mit Firmenübernahmen stehen, bei Letzterer um Risikoverminderung und Leistungsverbesserungen im Unternehmen. WISU: Wie läuft das Auswahlverfahren ab? Laick: Wir entscheiden bei allen Einstellungen aufgrund von Auswahlgesprächen. Beim Trainee-Programm finden außerdem Bewerbertage statt. WISU: Akzeptieren Sie noch klassische schriftliche Bewerbungen? Laick: Ja. Online-Bewerbungen sind uns allerdings am liebsten. WISU: Werden bei der Online-Bewerbung
automatische Killerkriterien verwendet? Kontakt: Regionale Ansprechpartner unter www.de.ey.com/karriere. Weitere Infos: www.jobportal.de.ey.com.
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