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Lanxess ist ein führender Hersteller von Spezialchemikalien mit Standorten in vielen Ländern. Sebastian Scholz wollte nach seinem Wirtschaftsingenieur-Studium in Köln gern im Ausland arbeiten, weshalb ihm die Asien-Offensive des Konzerns sehr gelegen kam. Der 27-Jährige absolviert derzeit die letzte Station seines Trainee-Programms in Singapur. Lanxess Wenn nicht nur Der Name „Lanxess" ist mir schon seit der Abspaltung des Unternehmens vom Pharma- und Chemieriesen Bayer, bei dem einige meiner Verwandten arbeiten, ein Begriff. Mein Interesse an einer Trainee-Stelle wurde allerdings erst später durch eine Anzeige geweckt, in der es hieß: „Lanxess goes Asia". Und wie sich herausstellen sollte, galt das auch für mich: Noch vor Ablauf des Trainee-Programms hat man mir eine Stelle in Singapur angeboten. Doch eins nach dem anderen.
Anschließend bot man mir eine Stelle als Trainee an. Die Vorteile des Corporate Trainee-Programms: Innerhalb von zwei Jahren lernt man verschiedene Unternehmensbereiche kennen, erhält ein eigenes Weiterbildungsbudget und hat schon als Berufsanfänger die Möglichkeit, an interessanten Projekten im In- und Ausland teilzunehmen. Während der Auslandseinsätze wird man von einem jahrgangsübergreifenden Trainee-Netzwerk unterstützt. Ich zögerte nicht lange und sagte zu. Der Startschuss war eine zweitägige Einführungsveranstaltung, bei der ich die anderen Trainees und viele meiner künftigen Kollegen kennenlernte. Im Laufe des Seminars wurde mir auch erstmals so richtig bewusst, welche Bedeutung die Chemiebranche für die Wirtschaft und unser tägliches Leben hat: Ob in Autos, Flugzeugen, Tauchanzügen, Kaugummis, Farben oder Windrädern: Chemische Produkte finden sich fast überall. Wenig später traf ich dann meinen Mentor, eine erfahrene Führungskraft. Die Mentoren sind für jeden Trainee der erste Ansprechpartner, wenn es um Projekteinsätze oder die Planung der nächsten Karriereschritte geht. Im September 2008 begann mein erster richtiger Arbeitseinsatz. Er fand im Procurement statt, wo ich den technischen Einkauf unterstützen sollte. Konkret bedeutete das, Ausschreibungsunterlagen vorzubereiten und den Einkauf wichtigen technischen Equipments für die Produktion zu steuern. Da ich durch meine Studentenjobs, ein Praxissemester in Shanghai und meine Diplomarbeit bereits erste Erfahrungen im technischen Einkauf gesammelt hatte, konnte ich gleich von Anfang an die eine oder andere Idee beisteuern — etwa wenn es darum ging, Einsparungen für das Unternehmen zu erzielen. Im März 2009 ging es dann mit Financial Controlling & Planning weiter. Ich arbeitete in der Abteilung Treasury im Bereich Liquiditätsplanung und half bei der Einführung eines Online-Tool. Schon nach diesen ersten beiden Stationen war mir klar, dass später für mich eigentlich nur eine Tätigkeit als strategischer Einkäufer in Frage kam. Als sich die Gelegenheit ergab, tauschte ich deshalb den Finanzbereich mit der technischen Abteilung einer Business Unit, wo ich das Projekt Technische Compliance betreute und tiefe Einblicke in den Geschäftsbereich Basic Chemicals erhielt. Dabei konnte ich auch Kontakte zu den dortigen Betriebs- und Bereichsingenieuren knüpfen, von deren langjährigen Erfahrungen ich bis heute profitiere. Natürlich war der ständige Aufgabenwechsel, den die Einsätze in den verschiedenen Fach- und Geschäftsbereichen mit sich brachten, nicht ganz einfach. Ich musste mich immer wieder innerhalb kürzester Zeit in neue Themen einarbeiten und auf neue Teams einstellen. Andererseits war es genau diese Abwechslung, die mir an meinem Trainee-Leben so gut gefiel. Nicht zuletzt deshalb, weil ich auf diese Weise einen exzellenten Überblick über die komplexe Welt der Spezialchemie erhielt. Obwohl meine Einsätze oft nicht lange dauerten, wurde ich stets mit verantwortungsvollen Aufgaben betraut. Und jedes Mal erlebte ich, wie meine Arbeit Früchte trug. Dass alles so reibungslos klappte, lag auch daran, dass mich die jeweiligen Projekt- und Abteilungsteams tatkräftig unterstützten. Mit den Kollegen verstand ich mich so gut, dass wir auch außerhalb der Arbeitszeit viel zusammen unternahmen. Von den Mentoren und Personalverantwortlichen wird diese Form des Team Building nach Kräften gefördert. So gab es Tickets für ein Eishockey-Spiel oder ein Popkonzert in der Kölner Lanxess-Arena. Nachdem ich bis dahin nur im Inland gearbeitet hatte, war jetzt ein Auslandseinsatz angesagt. Nach einigem Überlegen entschied ich mich schließlich für ein interessantes Projekt in der Schweiz. Diesmal ging es um transparentere Kostenstrukturen. Ursprünglich sollte ich sechs Monate in der Schweiz bleiben. Bis ich überraschend das Angebot erhielt, nach Asien zu gehen. Lanxess war gerade dabei, ein neues Kautschukwerk in Singapur zu errichten. Da ich einerseits mein Schweizer Team nicht im Stich lassen, andererseits jedoch unbedingt diese Chance beim Schopf packen wollte, war ich hin- und hergerissen. Zum Glück fand sich ein guter Kompromiss, und so konnte ich mich zweieinhalb Monate später in den dynamischen Stadtstaat aufmachen. Dort bin ich auch jetzt noch. Momentan denken wir — mein Mentor, der Geschäftsbereichsleiter und ich — intensiv darüber nach, wie sich mein Ziel, als strategischer Einkäufer zu arbeiten, am besten vor Ort verwirklichen lässt. Es sieht ganz gut aus: Voraussichtlich werde ich noch eine Zeit lang hier bleiben und das Projekt begleiten. Wie es dann weitergeht, steht derzeit noch in den Sternen. Ich kann mir aber gut vorstellen, später einmal den Aufgabenbereich zu wechseln und etwa im Controlling zu arbeiten. Als ehemaliger Corporate Trainee von Lanxess ist man eben vielseitig einsetzbar.
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