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Master
of Business Administration (MBA)
Wer
ein MBA-Studium absolviert, schließt es mit einem sog. Master of Business
Administration ab. Der MBA ist kein geschützter
Titel und kein geschützter Studiengang. Deshalb kann er grundsätzlich
überall und von jedem angeboten werden. Eine andere Frage ist
es allerdings, ob ein solcher Studiengang von den Institutionen,
welche die Qualität der MBA-Studiengänge überprüfen (z.B.
Equis, FIBAA), anerkannt wird.
Das
MBA-Studium und der MBA-Titel stammen ursprünglich aus den USA,
wo es grundsätzlich drei Ausbildungsstufen an den Hochschulen
gibt:
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Der
erste Teil des Studiums nach der High School (Gymnasium)
schließt mit einem
Bachelor-Titel ab (z.B.
Bachelor of Arts, Bachelor of Science). Viele „Graduates“ verlassen die
Universität bereits mit dieser Ausbildung, die ca. drei bis
vier Jahre dauert. Das Bachelor-Studium ist eher ein Studium
generale mit einer gewissen Spezialisierung gegen Ende.
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Wer
anschließend noch ein Master-Studium absolviert (sog.
„postgraduate“ Studiengänge), erwirbt einen Master-Titel (wie z.B. den
Master of Business Administration, Master of Science, Master of Science in
Social Work, Master in Public Policy).
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Außerdem
ist noch ein sog. Ph.D.-Studium möglich, das mit einem Ph.D.-Titel
abschließt, der dem deutschen Doktor-Titel entspricht.
Ph.D. steht für lat. philosophiae
doctor (Doktor der Philosophie). Die Abkürzung
wird auch dann verwandt, wenn der Doktor in einem anderen
Fach als Philosophie erworben wurde.
Der
Bachelor entspricht etwa dem deutschen Vordiplom, das nach
dem Grundstudium abgelegt wird. Anders als dieses ist der
Bachelor jedoch ein berufsqualifizierender Abschluss.
Das
amerikanische Universitätssystem findet man auch in einigen anderen Ländern. Mittlerweile werden auch in Deutschland - meist von den Fachhochschulen - immer mehr Bachelor-
und Master-Studiengänge eingerichtet.
Bei
der Anerkennung von Master-Titeln ist folgendes zu beachten:
Wurde der Titel in einem EU-Land erworben, dann wird er auch in
Deutschland anerkannt, wenn er in dem jeweiligen Land staatlich
anerkannt wird. Wurde er in den USA erworben, ist entscheidend,
ob das betreffende MBA-Programm von der AACSB, einer
amerikanischen Akkreditierungsorganisation, anerkannt wird.
Inzwischen
gibt es nicht nur den MBA, sondern auch zahlreiche Varianten und
Spezialisierungen wie zum Beispiel den
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MIB („Master of International Business“),
angeboten von der Graziadio School of Business der
Pepperdine University
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MIM
(„Master of International Management“), angeboten von
der Schiller University
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Master in E-Business, angeboten vom Instituto de
Empresa (IE)
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EMBA-Global („Executive Master of Business
Administration Global“), angeboten von der London Business
School in Zusammenarbeit mit der Columbia Business School;
die Ausbildung erfolgt in London und New York
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MBC
(„Master of Business Consulting“), angeboten von einer
deutschen Fachhochschule.
Manche
Business Schools erweisen sich als ausgesprochen kreativ beim
Erfinden neuer Spielarten des MBA, um sich so voneinander
abzuheben und auf sich aufmerksam zu machen. Die meisten
Business Schools belassen es jedoch beim klassischen MBA. Im
Grunde ist es auch nicht notwendig, neue Varianten des
MBA zu erfinden. Das reguläre MBA-Studium besteht nämlich
grundsätzlich aus zwei Teilen: Während des ersten Teils (bei
zweijährigen MBA-Ausbildungen ist es in der Regel das erste
Jahr) werden die Grundlagen der Business Administration
(Betriebswirtschaftslehre) gelehrt.
Während des zweiten Teils
hat man dann Gelegenheit, sog. Electives (Wahlfächer) zu
belegen und sich auf diese Weise zu spezialisieren.
Business
Schools
Den
MBA erwirbt man an sog. Business Schools bzw. Management
Schools, die meist Teil einer staatlichen oder privaten
Hochschule sind. Selbständige Business Schools sind z.B. das INSEAD
in Fontainebleau, das IMD in Lausanne oder das Instituto de Empresa (IE) in Madrid.
Einige
Business Schools zeichnen sich dadurch aus, dass man an ihnen
auch andere Master-Titel erwerben kann, wie z.B. den Master in
Finance, den Master in Information Technology oder den Master in
Human Resources Management. An anderen kann man zusätzlich
einen Ph.D. erwerben (Doctorate-Program oder Doctoral-Program).
An
den meisten Business Schools unterrichten überwiegend
Professoren. Visiting Professors (Gastprofessoren) lehren meist nur während ein oder zwei Semestern. Praktiker, d.h.
erfahrene Manager, werden in der Regel zu speziellen Kursen,
Seminaren und Workshops herangezogen.
Der
Faculty (Fakultät) einer Business School steht der Dean (Dekan)
vor. Er kann ein Professor oder ein ehemaliger Manager sein.
Gelegentlich gibt es neben dem Dean noch einen Managing
Director, der sich um die allgemeine Verwaltung der Business
School kümmert. Der Dean beschränkt sich in diesen Fällen auf
die akademischen Aufgaben.
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