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Fragt man deutsche
Studenten, die irgendwo draußen in der Welt ihren MBA machen,
wie sie diese Ausbildung finanzieren, hört man die
unterschiedlichsten Geschichten. Sie reichen vom reichen Papa,
der ohne mit der Wimper zu zucken das Geld für alle
entstehenden Kosten auf den Tisch blättert (die pädagogische
Weisheit derartiger Großzügigkeit soll hier nicht untersucht
werden), bis zu den Fällen, da jeder Euro selbst erarbeitet
wurde.
Während es an
amerikanischen Business Schools nur selten Stipendien für
Europäer gibt, werden solche Finanzierungsmöglichkeiten an
europäischen B-Schools häufiger geboten. Allerdings decken sie
meist nur einen Teil der Kosten ab. In einigen Fällen gewähren
Banken vor Ort großzügige Student Loans. Ein Beispiel ist die
HSBC, die den Studenten der London Business School mit Darlehen
hilft.
Wer vor seinem
MBA-Studium bereits einige Jahre gearbeitet hat, hat während
dieser Zeit meist etwas Geld zurückgelegt. Oft helfen dann noch
die Eltern oder der Ehepartner bei der Finanzierung mit.
Einen zunehmend
beliebten Weg bieten einige Unternehmensberatungen an. Wer nach
zwei bis drei Jahren Arbeit als Jung-Consultant den MBA - oder
seinen Doktor - machen will, wird dafür von der Arbeit
freigestellt, bezieht jedoch sein Gehalt weiter oder erhält
einen entsprechenden Zuschuss. In einigen Fällen wie beim
Fellowship Program von McKinsey, beim
Associate-Consultant-Program von Bain oder beim ALOA-Program von
Cap Gemini Ernst & Young wird dies bereits bei der
Einstellung vereinbart. Andere Unternehmensberatungen wie
Accenture, Roland Berger oder Boston Consulting entscheiden erst
darüber, nachdem sie die Interessenten während ihrer Arbeit
als Consultant besser kennen gelernt haben. Sollten die
frischgebackenen MBAs nicht mehr zu ihrer alten Consulting-Firma
zurückkehren, ist das Geld in der Regel zurückzuzahlen.
Alle
Unternehmensberatungen, die derartige Möglichkeiten bieten,
legen großen Wert darauf, dass die Ausbildung an einer
renommierten B-School erfolgt. Während einige ihren Consultants
bei der Auswahl viel Spielraum einräumen, bevorzugen andere
bestimmte Schulen. In manchen Fällen kann nur eine einjährige
MBA-Ausbildung, meist in Europa, absolviert werden.
Gelegentlich gibt es
auch andere Unternehmen, die eine MBA-Ausbildung ihrer
Mitarbeiter sponsern. Kehrt man später nicht zur alten Firma
zurück, ist das Geld ebenfalls zurückzuzahlen.
An manchen Business
Schools besteht auch die Möglichkeit, sich während der
Praktika oder mit Projektarbeiten für Unternehmen Geld zu
verdienen. Die Studenten der London Business School bringen es
beim so genannten Summer Placement Job im Schnitt auf
erstaunliche 1.400 Euro pro Woche. Die Spitzenverdiener schaffen
sogar 2.200 Euro pro Woche.
Finanzierungsmöglichkeiten
bieten auch folgende Institutionen:
:
Kennedyallee 50, 53175 Bonn, www.daad.de
Fulbright-Kommission :
Oranienburgerstr. 13 - 14, 10178 Berlin, www.fulbright.de
Inwent (früher Carl-Duisberg-Gesellschaft) : Weyerstr.
79 -
83, 50676 Köln, www.inwent.org
Studienstiftung
des Deutschen Volkes :
Mirbachstr. 7, 53173 Bonn, www.studienstiftung.de
International
Student Exchange Program (ISEP) :
Georgetown University, 1242, 35th Street, Washington D.C., NW
20057, USA, www.isep.org
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