Die FH Münster und die Hochschule Osnabrück bieten einen berufsbegleitenden Masterstudiengang zu den FACT-Fächern Auditing, Finance und Taxation. Er verspricht eine umfassende Ausbildung und ist vor allem für diejenigen attraktiv, die Wirtschaftsprüfer werden wollen, meint Studiengangsleiter Prof. Dirk Kiso.

FH Münster/Hochschule Osnabrück

Starthilfe für künftige WPs

Dirk Kiso

Warum sollte man sich Ihren Studiengang vor allem dann ansehen, wenn man Wirtschaftsprüfer werden möchte?

Kiso: Es ist ein Studiengang entsprechend § 8a der Wirtschaftsprüferordnung. Leistungen, die während des Studiums erbracht werden, ersetzen die Prüfungen im WP-Examen zur angewandten BWL, VWL und zum Wirtschaftsrecht .

Das nicht gerade als einfach gilt.

Kiso: Das stimmt. Umso attraktver ist es, wenn man sich diese Prüfungen ersparen kann.

Es ist ein berufsbegleitender Studiengang. Was bedeutet das?

Kiso: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind in der Regel bei Wirtschaftsprüfungsgesellschaften angestellt. Sie arbeiten von Dezember bis Ende April in der Praxis und haben daher nach dem Studium schon erhebliche Berufserfahrung.

Wie sind die Zulassungsvoraussetzungen für den Studiengang?

Kiso: Man muss einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss, — in der Regel einen Bachelor-Abschluss — haben, sowie mindestens sechs Monate Berufserfahrung in der Wirtschaftsprüfung mitbringen, davon drei Monate Prüfungstätigkeit.

Muss man auch eine Zulassungsprüfung bestehen?

Kiso: Ja, außerdem sind Grundkenntnisse des Englischen erforderlich.

Wird im Studium auf KI eingegangen?

Kiso: Ja, sie spielt bei der Prüfung bereits eine große Rolle. Das wird sich weiter verstärken.

Wie sind die beruflichen Aussichten für Wirtschaftsprüfer?

Kiso: Sehr gut. In unserer komplexen Wirtschaft gibt es immer mehr zu prüfen. Denken Sie etwa an den Finanz- oder Energiebereich. Vielleicht prüfen WPs auch bald KI-Anwendungen.