In einem dreijährigen Bachelorstudium wird der Nachwuchs der Deutschen Bundesbank auf seine Aufgaben vorbereitet. Die Ausbildung erfolgt auf Schloss Hachenburg im Westerwald, wo sich die Hochschule der Deutschen Bundesbank befindet. Wir bilden auch für die BaFin aus, erläutert Prof. Erich Keller, der bis Ende 2025 Rektor der Hochschule war und weiterhin dort lehrt.
Hochschule der Deutschen Bundesbank
In einem dreijährigen Bachelorstudium wird der Nachwuchs der Deutschen Bundesbank auf seine Aufgaben vorbereitet. Die Ausbildung erfolgt auf Schloss Hachenburg im Westerwald, wo sich die Hochschule der Deutschen Bundesbank befindet. Wir bilden auch für die BaFin aus, erläutert Prof. Erich Keller, der bis Ende 2025 Rektor der Hochschule war und weiterhin dort lehrt.
Wo lässt es sich besser studieren als in einem echten Schloss in schöner Umgebung?
Keller: Es ist in der Tat eine reizvolle Umgebung, die — zwischen Frankfurt und Köln — gute Studienbedingungen bietet.
Worin unterscheiden sie sich von denen an anderen Hochschulen?
Keller: Die Studienatmospäre ist insbesondere durch das Kleingruppenkonzept und das Wohnen am Hochschulcampus geprägt. Dadurch entstehen viele Freundschaften und ein Teamgeist, die oft während des ganzen Berufslebens bestehen bleiben.
Mit der Einführung des Euro hat die EZB Aufgaben der Bundesbank wie die Zinspolitik übernommen ...
Keller: ... aber eine Reihe von wichtigen Tätigkeiten sind bei der Bundesbank verblieben. Dabei geht es unter anderem um die Abwicklung der Geldpolitik, um Bankenaufsicht und Zahlungsverkehr.
Die sicher eine sehr gute Ausbildung des Nachwuchses nötig machen.
Keller: Für die wir hier bei der Hochschule der Bundesbank zuständig sind.
Was sind die Schwerpunkte im Studium?
Keller: Man erhält eine solide Ausbildung in Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre sowie in Recht. Weiterhin geht es um Methodenkompetenz, etwa um finanzmathematische und juristische Arbeitsmethoden sowie um IT-Kenntnisse. Aber auch Präsentations- und Moderationstechniken sowie Kommunikation und Teamarbeit kommen nicht zu kurz.
Ist die Ausbildung ausschließlich auf die Bundesbank zugeschnitten?
Keller: Wir bilden auch für den Dienst bei der BaFin, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, aus. Es ist eine duale Ausbildung, der praktische Teil erfolgt in der Bundesbankzentrale, in ihren Hauptverwaltungen und Filialen oder eben bei der BaFin.
Geht es auch ins Ausland?
Keller: In der Praxisphase kann man in einer anderen europäischen Notenbank oder Aufsichtsbehörde arbeiten.
Und wo wird man nach Abschluss des Studiums eingesetzt?
Keller: In der Zentrale in Frankfurt, in den genannten Hauptverwaltungen und Filialen oder bei der BaFin.
Verdient man in der Zeit etwas?
Keller: Da es eine duale Ausbildung ist, erhält man monatlich etwas über 1.600 Euro netto, bei abgeschlossener Ausbildung sind es etwas über 2.200 Euro. Das Wohnen bei uns ist gegen ein relativ geringes Entgelt möglich. Auch Verpflegung ist möglich.