Ein Dach über dem Kopf ist ebenso wie Nahrung ein Grundbedürfnis des Menschen. Deshalb ist die Immobilienwirtschaft ein vielversprechender Sektor, auch wenn der Immobilienmarkt gelegentlich schwächelt. Mit drei Studiengängen zum Immobilienmanagement bietet die Technische Hochschule Aschaffenburg umfassende Ausbildungsmöglichkeiten. Prof. Verena Rock erläutert sie im Einzelnen.

TH Aschaffenburg

Immobilien-Experte werden

Verena Rock

Sie bieten die beiden Vollzeit-Bachelorstudiengänge Internationales sowie Digitales Immobilienmanagement.

Rock: Und zur Vertiefung noch den Masterstudiengang Immobilienmanagement, der in Voll- und Teilzeit studiert werden kann.

Digitales Immobilienmanagement klingt etwas ungewöhnlich.

Rock: Die Digitalisierung einschließlich KI hat längst auch in der Immobilienwirtschaft Einzug gehalten. Denken Sie nur an Smart Homes und Smart Cities, an digitale Immobilienverwaltung oder den Immobilienvertrieb auf digitalen Plattformen.

Werden auch KI-Agenten benutzt?

Rock: In zunehmendem Maße, da sie etwa bei der täglichen Immobilienverwaltung immer mehr Aufgaben übernehmen können.

Die Digitalisierung müsste auch bei der Nachhaltigkeit helfen.

Rock: Das tut sie auch, beispielsweise bei der automatischen Erhebung, Analyse und Optimierung von Gebäudedaten.

Die Immobilienwirtschaft hat auch viele internationale Komponenten.

Rock: Die lernt man im intrnationalen Bachelorstudiengang kennen. Da geht es um internationale Immobilienmärkte, um die zunehmende Urbanisierung und globale Immobilieninvestments. Hochinteressante Themen.

Zurzeit ist die Stimmung auf dem Immobilienmarkt etwas gedrückt.

Rock: Das gilt wegen der unsicheren wirtschaftlichen Lage vor allem für Gewerbeimmobilien, bei denen sich die Käufer zurückhalten. Während die Nachfrage bei Wohnimmobilien bekanntlich sehr stabil ist. Sein Studium sollte man aber nicht von Marktschwankungen abhängig machen. Sie treten immer wieder auf.