Die Unternehmen müssen sich der veränderten Umwelt anpassen, wenn sie konkurrenzfähig bleiben wollen. Dazu passt der MBA-Fernstudiengang „Transformationsmanagement in Organisationen“ der Hochschule Biberach, der sich an Führungskräfte und den Führungsnachwuchs wendet, wie Dr. Jennifer Blank und Prof. Vinzenz Krause betonen.

Hochschule Biberach

Transformation kann man lernen

Jennifer Blank und Vinzenz Krause

Wir leben in einer Zeit, in der nichts mehr stillsteht.

Blank: Das gilt nicht zuletzt für Unternehmen, die sich zugleich mit technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen auseinandersetzen müssen. Transformation bedeutet dabei weit mehr als einzelne Anpassungen: Es geht darum, Organisationen strategisch so weiterzuentwickeln, dass sie auch künftig erfolgreich und handlungsfähig bleiben.

Krause: Und dieser Wandel geschieht häufig sehr schnell. Deshalb brauchen Organisationen nicht nur Flexibilität, sondern Führungskräfte, die Veränderungen vorausschauend gestalten und Menschen auf diesem Weg mitnehmen.

Mit der Parole „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ des Bären Balu aus dem Dschungelbuch geht’s also nicht?

Krause: (lacht) Leider nicht. Natürlich braucht es Reflexionsphasen. Die Unternehmen können sich aber kaum darauf verlassen, dass erfolgreiche Strukturen dauerhaft Bestand haben. Wer zukunftsfähig bleiben will, muss Veränderungen aktiv gestalten.

Ihr MBA-Programm wendet sich auch an den Führungsnachwuchs.

Blank: Gerade angehende Führungskräfte sollten früh verstehen, wie Transformationen gelingen. Sie werden Verantwortung dafür übernehmen, Organisationen weiterzuentwickeln und Menschen durch Veränderungen zu führen. Das gilt auch für etablierte Führungskräfte, Gründer oder auch Unternehmensberater im Bereich Professional Services.

Ein Paradebeispiel für den rasanten Wandel ist derzeit KI.

Krause: KI ist sicher einer der sichtbarsten Treiber des Wandels. Sie steht aber stellvertretend für viele Entwicklungen — von Digitalisierung über Nachhaltigkeit bis zum Fachkräftemangel —, auf die Unternehmen gleichzeitig Antworten finden müssen.

Ist das auch ein Ausbildungsthema?

Krause: Auf jeden Fall. Wir greifen aktuelle Entwicklungen wie KI auf und betrachten ihre Auswirkungen auf Organisationen, Geschäftsmodelle und Führung. Entscheidend ist, Veränderungen einzuordnen und strategisch für die eigene Organisation nutzbar zu machen.

Manager dürfte bei der Transformation schnell der Kopf schwirren.

Blank: Sie erfordert viel Wissen und Fähigkeiten, die wir mit Wahlmodulen wie Projekt- und Qualitätsmanagement, agile Methoden, Persönlichkeitsentwicklung, Unternehmenskultur, Coaching, Unternehmensethik und Strategieentwicklung vermitteln.

Krause: In praxisnahen Fallstudien und realen Projekten bearbeiten unsere Studierenden zudem konkrete Transformationsaufgaben und entwickeln Lösungen, die sich unmittelbar in den beruflichen Alltag übertragen lassen.