FACT steht an der Hochschule Harz für Finance, Accounting, Controlling, Taxation & Law. Man muss keinen Wirtschaftsbachelor gemacht haben, um FACT-Master zu werden. Es kann auch einer in Technik oder Naturwissenschaften mit wirtschaftlichen Nebenfächern sein, erklärt Studiengangsleiter Prof. Dirk Beyer.
Hochschule Harz
Bringen Nicht-Wiwi-Bachelors denn genügend Vorkenntnisse mit?
Beyer: Die Vorkentnisse sind natürlich geringer, das Problem ist aber lösbar. In diesen Fällen dauert das Studium vier statt sonst möglicher drei Semester, um sich die fehlenden Grundlagen in spezifischen Fächern anzueignen. Auf diese Weise ergibt sich ein individuelles Studienangebot.
Was zugleich eine interessante Möglichkeit sein dürfte, die Studienrichtung zu wechseln.
Beyer: Ja. Nicht wenige stellen in ihrem Bachelorstudium fest, dass es ihnen doch nicht so richtig liegt. Oder sie streben eine Ergänzung ihrer bisherigen Kompetenzen im Bereich Finanz- und Rechnungswesen an. Ein Wechsel fällt umso leichter, je mehr einem quantitatives Denken liegt, was bei Technikern und Naturwissenschaftlern ja sehr ausgeprägt ist.
Zu einem praxisgerechten Studium gehören heute auch Soft Skills.
Beyer: Deshalb schulen wir auch die Team- und Kommunikationsfähigkeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen vielfältiger Projekte, Fallstudien und Planspiele.
In Zeiten, da es mit der Wirtschaft nicht so gut läuft, sehen sich viele nach krisenfesten Berufen um.
Beyer: Da gibt es kaum etwas Besseres als ein FACT-Studium. Denn die späteren beruflichen Möglichkeiten sind äußerst vielfältig und attraktiv. Diese Fächer werden ständig überall in der Wirtschaft benötigt. In guten wie in schlechten Zeiten — in schlechten manchmal sogar noch mehr. Und sie versprechen sehr gute Aufstiegsmöglichkeiten.
Welche Richtung schlagen die meisten nach dem Studium ein?
Beyer: Controlling und Wirtschaftsprüfung sind besonders beliebt.