Die Herausforderungen, denen sich die Welt gegenüber sieht, erfordern eine neu interpretierte Ökonomie. Das sieht man auch an der HfWU so und schuf den Studiengang „Zukunftsökonomie“. Die Studiengangsleiter Prof. Ulrike Berger-Kögler und Prof. Christian Arndt erläutern, was es damit auf sich hat.

Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen

Die Wirtschaft von morgen mitgestalten

Ulrike Berger-Kögler und Christian Arndt

Dieses Studium lässt kein aktuelles Thema aus — vom Klimawandel über Umweltzerstörung bis zur KI, um nur einiges zu nennen.

Berger-Kögler: Es bündelt diese Herausforderungen in drei Wahlschwerpunkten: Green Economics, International Economics sowie Economics and Data Analytics. Damit kann man es an den eigenen Interessen ausrichten.

Es handelt sich um ein Bachelorstudium, wendet sich also an Anfänger.

Arndt: Wir denken, dass es sehr wichtig ist, Studierende frühzeitig mit den Herausforderungen unserer heutigen Gesellschaft vertraut zu machen, von denen alle auch massive wirtschaftliche Auswirkungen haben.

Man verbringt seine Zeit also nicht nur mit abstrakten volkswirtschaftlichen Modellen ...

Berger-Kögler: Die volkswirtschaftlichen Grundlagen sind selbstverständlich wichtig und werden ebenfalls vermittelt. Anders als bei eher traditionellen Studiengängen geht es aber gleich in medias res. Man begegnet also von Anfang an der konkreten Realität mit all ihren komplexen Aspekten.

Damit dürfte das vor allem ein Studium für diejenigen sein, die nicht nur einfach einen akademischen Titel erwerben wollen, sondern sich tiefere Gedanken über die Welt machen.

Arndt: Und bereit sind, die Wirtschaft von morgen mitzugestalten, statt passiv oder sogar fatalistisch alles über sich ergehen zu lassen.

Also etwas von den 68ern haben?

Arndt: Jede Jugend ist anders. Aber ja, unsere Studierenden haben diesen Elan.

Wobei es nicht immer ganz einfach ist, angesichts der vielen Probleme nicht den Mut zu verlieren.

Berger-Kögler: Dem setzen wir Positives entgegen, indem wir konkrete Lösungen anbieten. Wer den Studiengang absolviert, hat ein Instrumentarium im Gepäck, wie sich innovative und nachhaltige Lösungen finden lassen, um die Wirtschaft fit für die Zukunft zu machen. Gerade auch, wenn man später Führungspositionen übernimmt.

Was sicher auch einen neuen Mindset erfordert.

Berger-Kögler: Unbedingt sogar. Es bedarf einer neuen Generation von Wirtschaftsexpertinnen und -experten, die zeigen, wie man als Unternehmen Gewinne erwirtschaften und gleichzeitig verantwortungsvoll gegenüber der Umwelt, dem Menschen und der Gesellschaft handeln kann.

Damit sind BWL und Management also ebenfalls Teil der Ausbildung?

Arndt: Ja, und man lernt durch Praxisprojekte, Exkursionen, Praktikervorträge und ein Praxissemester auch die Unternehmenswirklichkeit kennen.