Dass erfolgreiches und nachhaltiges Wirtschaften keinesfalls Gegensätze sind, lernt man beim Masterprogramm Sustainable Business & Technology der Mannheim Business School. Vor allem dann, wenn moderne Technologie richtig eingesetzt wird, erläutert Studiengangsleiter Prof. Florian Stahl.

Mannheim Business School

Environment & Technology

Florian Stahl

Manchmal herrscht die Vorstellung vor, nachhaltiges Wirtschaften und Technologie würden sich gegenseitig ausschließen.

Stahl: Im Gegenteil. Moderne Technologien ermöglichen es sehr oft, effizienter, damit auch ressourcenschonender und umweltfreundlicher zu produzieren, als dies früher der Fall war. Erneuerbare Energien, die oft mit High Tech verbunden sind, sind eins von vielen Beispielen. Oder nehmen Sie die Circular Economy, die ebenfalls stark technologiegetrieben ist.

Daher auch die Überschrift bei der Beschreibung Ihres Studiengangs: „Maximizing Business Efficiency While Minimizing Environmental Impact.“

Stahl: Ja, das fasst es sehr gut zusammen.

Nachhaltig heißt also nicht unbedingt „back to the roots“?

Stahl: Das kann in Einzelfällen so sein. Aber längst nicht alles, was früher gemacht wurde, ist auch nachhaltig.

Die neueste und wohl spektakulärste Technologie ist die KI. Kann auch sie helfen, nachhaltig zu wirtschaften?

Stahl: Unbedingt, etwa bei der Ermittlung der effizientesten und resilientesten Supply Chains, um nur eine Anwendung von vielen zu nennen.

Können es sich Unternehmen heute noch leisten, Nachhaltigkeitsaspekte zu ignorieren?

Stahl: Nein. Nachhaltigkeit ist selbstverständlicher Teil der Corporate Governance. Wer das ignoriert, würde auch von den Märkten und damit von den Verbrauchern bestraft werden.

Nachhaltigkeitswissen gehört also zum Führungswissen?

Stahl: Genau. Deshalb vermitteln wir es dem Führungsnachwuchs bereits seit Jahren in allen unseren Programmen.