Steuern sind ein weites Feld. Bei Ebner Stolz, einer der zehn größten Steuer- und WP-Gesellschaften in Deutschland, legt man großen Wert auf eine fundierte und breite Ausbildung. Das gefiel auch Cornelius Stock, der zuvor an der Uni Köln promoviert hatte. Sein didaktisches Interesse, das er dabei entdeckte, kommt ihm auch heute zugute.
Ebner Stolz
Wann kamen Sie erstmals mit der Steuerberatung in Berührung?
Stock: Schon ganz früh als Schüler, als ich ein Praktikum bei einer Steuerberatungs- und WP-Gesellschaft machte.
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Cornelius Stock |
Und seitdem nicht mehr vom Weg abgekommen sind ...
Stock: Kann man so sagen. Im Hauptstudium — ich habe noch ein klassisches Diplom-Studium absolviert — belegte ich dann betriebliche Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung. Außerdem machte ich noch ein Praktikum in der Branche.
Vermutlich haben Sie auch im Fach Steuern promoviert.
Stock: Ja. Zu einem Thema aus dem Ertragsteuerrecht. Ich war damals Assistent an einem Steuerlehrstuhl der Uni Köln.
Hatten Sie kein Interesse, die wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen?
Stock: Ich wollte immer in die Praxis. Obwohl mir die Arbeit an der Dissertation und auch der Unterricht, den man als Uniassistent regelmäßig gibt, viel Spaß machten.
Vielleicht lässt sich aus Ihrem Interesse am Unterrichten noch etwas machen — etwa bei der internen Ausbildung bei Ebner Stolz.
Stock: Das geschieht bereits, was meine Mandatsarbeit als Steuerberater sehr gut ergänzt. Zumal man sich auf diese Weise bei den Themen ständig auf dem Laufenden halten muss und gezwungen ist, tief in die Materie einzusteigen. Denn nur wenn man sie selbst im Griff hat, kann man anderen etwas beibringen.
Das könnte auch deshalb eine gute Übung sein, weil man den Mandanten angesichts des komplizierten Steuerrechts oft einiges erklären muss.
Stock: So ist es. Gerade mittelständische Mandanten, die nicht über eine eigene Steuerabteilung verfügen, benötigen immer wieder umfangreiche und vor allem verständliche Erklärungen.
Haben Sie sich während der Steuerassistentenzeit auf ein Gebiet spezialisiert?
Stock: Bei Ebner Stolz wird großer Wert auf eine umfassende, generalistische Ausbildung gelegt. Die Spezialisierung kommt erst später. Sie ist oft die Folge der betreuten Mandate — und sie muss einem natürlich Spaß machen.
Mit welchen Themen haben Sie sich bislang beschäftigt?
Stock: Mit einem breiten Spektrum, unter anderem mit Transaktionen und Umstrukturierungen, was ich übrigens sehr interessant finde.
Führt eine mittelständische Mandantschaft nicht auch dazu, dass man auf vielen Gebieten fit sein muss?
Stock: Ja, weil dann oft ein zentraler Ansprechpartner gewünscht wird. Bei tiefergehenden Fragen kann man aber jederzeit auf unsere Spezialisten zurückgreifen.
Was sollte man sich fragen, wenn man mit dem Steuerberaterberuf liebäugelt?
Stock: Ob einem die Kombination Zahlen und Steuerrecht liegt. Ob es einem Freude macht, stets Neues kennenzulernen, mit unterschiedlichsten Mandanten umzugehen und sich ständig weiterzubilden.