Ein gutes Management ist bereits die halbe Miete. Da ist viel dran. Doch ohne spezifische Fachkenntnisse bleibt es auch nur die halbe Miete.
Studienreport Management II
Ob man Talent zum Manager hat, müsste sich eigentlich verhältnismäßig leicht feststellen lassen. Nachdem seit Jahren von Selbstmanagement gesprochen wird, kann man es ja gleich mal bei sich selbst überprüfen. Wie gut ist man darin, sich selbst zu managen?
Kriterien könnten etwa sein: Wie gut ist man, sich zu organisieren? Bekommt man das, was so zum alltäglichen Leben gehört, auf die Reihe? Oder muss man oft nach seinen Schlüsseln suchen? Vergisst man ständig was? Verliert man sogar häufiger was? Sucht man sich immer mal wieder nach etwas dumm und dusselig? Wie ordentlich oder chaotisch sieht die eigene Bude aus? Kommt man häufig zu spät? Vergisst man oft, was fürs Wochenende einzukaufen und muss man dann noch spät abends zur Tanke, weil der Kühlschrank mal wieder völlig leer ist?
3.500 Studierende bereiten sich an den sieben Standorten der ISM auf eine Managementkarriere vor. Sie studieren in Vollzeit oder Teilzeit, dual oder im Fernstudium. 40 Prozent stammen aus dem Ausland. Und man arbeitet mit über 190 Partnerhochschulen in der ganzen Welt zusammen, erläutert Daisuke Motoki, Vizepräsident und Managing Director. Weiter ...
Natürlich sind das eher Lappalien. Selbst wenn man überwiegend mit ja antwortet, kann aus einem noch ein überragender Topmanager werden, der die Welt in Stauen versetzt. Denn das Studentenleben ist die eine Sache, die komplexe Wirklichkeit draußen in der Wirtschaft die andere. Und da kommt es wohl eher auf geniale Einfälle und das richtige Händchen an. Und wahrscheinlich noch auf viele andere Dinge, die sich nicht mal so eben aufzählen lassen.
Man ahnt es schon: Management ist offenbar eine ziemlich schillernde Angelegenheit. Außerdem ist es eine Art Allerweltsbegriff geworden, der auf alles Mögliche gepappt wird und den man heute fast überall findet. Es gibt Managementmethoden, Managementschulen, Managementkurse, Managementseminare, Managementliteratur, Managementpreise, Managerkrankheiten, nicht wenige Management-Gurus, eine Zeitschrift namens „Manager Magazin“ und auch eine Managementwissenschaft. Die Aufzählung ließe sich fortsetzen. Jedenfalls ist Management als Thema bereits an den Hochschulen angekommen, insbesondere bei denen, die sich durch ihre besondere Nähe zur Praxis auszeichnen.
Für den Normalbürger bedeutet „managen“ meist, etwas zu organisieren, zum Laufen zu bringen, durchzuziehen und zum Erfolg zu führen. Wobei der Teufel auch hier im Detail steckt, weil meist viele Einzelheiten gleichzeitig im Auge behalten werden müssen, das Timing stimmen muss und oft Teilaufgaben auf andere übertragen werden müssen. Was in der Rückschau, wenn alles gelungen ist, einfach aussehen mag, ist in Wirklichkeit oft ein vertracktes und schweißtreibendes Unterfangen, für das nicht jeder geschaffen ist.
An der TH Mittelhessen in Friedberg ist Immobilien- und Facilitymanagement beim Wirtschaftsingenieurwesen angesiedelt. Man kann einen Bachelor- und Masterabschluss machen. Letzteren empfiehlt Prof. Daniel Piazolo vor allem, wenn man noch intensiver ins Fach einsteigen will. Weiter ...
Denn wie so oft bei menschlichen Fähigkeiten steckt Managen den einen im Blut, den anderen weniger. Wie viele von den nötigen Management Skills erlernbar sind, ist umstritten. Jedenfalls ergeben sie einen nicht zu unterschätzenden, umfangreichen Katalog, der vor allem dann relevant wird, wenn es um professionelles Managen im Unternehmen und in anderen Organisationen geht. Denn da gehört nicht nur die Freude am Tun dazu, jetzt geht es auch um Kommunikation, Führung, Teambuilding, die Kunst, andere zu motivieren und vieles mehr.
Manager findet man in den Unternehmen auf allen Ebenen, von ganz oben bis unten. Je höher sie in der Firmenhierarchie steigen, desto umfangreicher wird ihr Arbeitsfeld und desto größer ihre Verantwortung. Dabei ist es nicht so, dass jeder an die Spitze eines Unternehmens drängt. So streben gerade einmal sechs Prozent der Generation Z eine Führungsrolle an. Die Zahl geht bereits seit längerem signifikant zurück, was eine bedenkliche Entwicklung für eine führende Wirtschaftsnation wie Deutschland ist. Als Gründe werden oft zu viel Verantwortung, zu viel Arbeit, zu viel Stress und Versagensangst genannt. Oft werden auch die eher negativen Erfahrungen mancher Eltern mit solchen Positionen als Gründe erwähnt, seien es eine vernachlässigte Familie, deshalb gescheiterte Ehen oder Burnouts mit ernsten Krankheitsfolgen. Dinge, die sich viele der jüngeren Generationen nicht antun wollen.
Die WHU - Otto Beisheim School of Management bietet seit Jahren den Master in Management an. Die 25-jährige Julia Mencke nimmt an dem berufsbegleitenden Part-Time-Programm in Vallendar bei Koblenz teil und ist sicher, dass es ihr neue Karrierechancen eröffnet. Weiter ...
Neben den erwähnten Soft Skills und der Lust am Machen — nicht umsonst werden Manager im Alltag oft „Macher“ genannt — erfordert gutes Management aber auch jede Menge fachliches Wissen, soll es nicht leer laufen und sich damit irgendwann im Sande verlieren. Fach-Know-how muss also zu den Management Skills und den noch so raffinierten Managementmethoden hinzukommen.
Schaut man sich an deutschen Hochschulen um, so bieten sie heute eine große Auswahl an Studiengängen, die auf bestimmte Unternehmensfunktionen und Branchen abstellen. Wer beispielsweise seine berufliche Zukunft im Marketing sieht, sollte sich die Angebote zu Marketingmanagement ansehen, es gibt sie als Bachelor- und als Masterstudiengänge.
Wirtschaft ist ohne Digitalisierung nicht mehr denkbar. Der Bachelorstudiengang Consulting und digitale Wirtschaft der Jade Hochschule in Wilhelmshaven vermittelt klassische BWL-Kernkompetenzen und Kenntnisse der digitalen Transformation, die in den Unternehmen dringend benötigt werden. Fünf Bereiche stehen im Vordergrund: digitale Wirtschaft, Steuern, Rechnungslegung, Wirtschaftsrecht sowie Consulting, erläutert der Studiengangsleiter Prof. Mario Henry Meuthen. Weiter ...
Wählt man einen Bachelorstudiengang in Marketing, wird damit von Anfang an eine klare Weiche in Richtung dieses Faches gestellt. Will man sich jedoch alle Optionen offen halten und entscheidet man sich deswegen anfangs für ein generelles BWL-Bachelorstudium und entdeckt dann seine Vorliebe für Marketing, kann man danach immer noch einen Marketing-Master anschließen. Das könnte übrigens die Einstiegschancen gegenüber jemandem erhöhen, der gleich nach seinem Marketing-Bachelor ins Berufsleben wechselt.
Kommt dieser berufstätige Bachelor später zu der Ansicht, dass er noch einen Master draufsetzen möchte, um seine Karrierechancen zu erhöhen, muss er gut überlegen, welches — vielleicht berufsbegleitende — Studium das richtige für ihn wäre. Ein Marketing-Master wird ihn vermutlich weniger reizen, eher dann schon ein MBA-Studium mit dem Schwerpunkt Marketing/Vertrieb. Was zeigt, dass er ausbildungsmäßig nicht etwa feststeckt, sondern sich auch hier weiterentwickeln kann.
Das Beispiel zeigt aber auch, dass man sein Studium im Hinblick auf spätere berufliche Entwicklungen so gut wie möglich planen sollte. Wobei sich nicht alles bis ins Kleinste planen und voraussehen lässt. Dazu bergen das Leben im Allgemeinen und das Berufsleben im Besonderen erfahrungsgemäß zu viele Überraschungen.
Gleiches gilt auch für die anderen Bachelor- und Masterstudiengänge, die auf eine Unternehmensfunktion ausgerichtet sind, seien es Personalmanagement, Logistikmanagement, IT-Management, Produktionsmanagement oder Finance Management.
Ein Dach über dem Kopf ist ebenso wie Nahrung ein Grundbedürfnis des Menschen. Deshalb ist die Immobilienwirtschaft ein vielversprechender Sektor, auch wenn der Immobilienmarkt gelegentlich schwächelt. Mit drei Studiengängen zum Immobilienmanagement bietet die Technische Hochschule Aschaffenburg umfassende Ausbildungsmöglichkeiten. Prof. Verena Rock erläutert sie im Einzelnen. Weiter ...
Dann sind da noch die vielen branchenbezogenen Studiengänge. Die Rede ist von Immobilienmanagement, Tourismusmanagement, Health Management, Versicherungsmanagement, Luftfahrtmanagement, Sportmanagement, Eventmanagement, Social Management, Medienmanagement, Kommunikationsmanagement, Krankenhausmanagement, Luxury Management, Fashion Management, Public Management ließe sich ebenfalls dazuzählen. Erstaunlich, was es nicht alles gibt, wird jetzt vielleicht mancher denken. Und die Liste ist noch nicht einmal vollständig. Vielleicht bringt sie den einen oder die andere sogar auf eine neue Berufsidee.
Alle diese Branchen haben ihre Besonderheiten, die erlernt werden wollen und zum Teil mit langen Erfahrungen verbunden sind. Einige haben sogar ihre eigenen Konjunkturzyklen und sonstigen Gesetzmäßigkeiten, die von Kontinent zu Kontinent verschieden sein können. Und sie ziehen ganz verschiedene Charaktere an. So dürfte die Tourismusindustrie eher weniger Anziehung auf Stubenhocker ausüben. Und wer es für bekloppt hält, 40.000 oder mehr Euro für eine Armbanduhr auszugeben, wird sich in der Luxusgüterindustrie wahrscheinlich für fehl am Platz halten.
Wer hingegen gern reist und schon einiges von der Welt gesehen hat, dessen Herz könnte für die Tourismusindustrie schlagen. Sie hat nicht zuletzt auch eine völkerverbindende Funktion, was sie zusätzlich attraktiv macht. Branchen wie Immobilien oder IT tragen in großem Maße zum Bruttoinlandsprodukt bei, was ihnen nicht nur große Bedeutung, sondern auch stets viel Aufmerksamkeit verleiht. Bei der Medienindustrie kommt noch ihre politische Bedeutung hinzu.
All diesen Studiengängen ist gemeinsam, dass sie sich intensiv mit den Teilen der BWL beschäftigen, die für sie von besonderer Bedeutung sind und hier vielleicht etwas anders als in anderen Branchen gehandhabt werden. Was beispielsweise für Marketing und Vertrieb gelten kann. Nicht zuletzt sind diese Studiengänge ein weiterer Beweis dafür, wie interessant ein Wirtschaftsstudium sein kann und welche Möglichkeiten es bietet.
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